Nachbarschafts-Doku Phoenyx' Dramedy ♦ abgeschlossen ♦

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Zimtstern77

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Das waren zwei tolle Kapitel :)
Maddys Outfit ist ungewohnt, aber steht ihr gut. Nebenbei bemerkt finde ich
ihr Schlafzimmer, vor allem die Bettwäsche irgendwie super :love:
Ich hoffe auch darauf, dass sie mit Drew zusammenkommt. Ich mag die
beiden wirklich :)
 

Phoenyx

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Boa, das Bett war irgendwo als Override zum Download. Wobei ich davon ja in Zukunft die Finger von lassen werde. Overrides sind prinzipiell blöd - auch wenn sie bessere Texturen als das Original haben.

Na ja, für den Rest ... ob Drew und Maddy zusammen kommen. Das kann ich noch nicht garantieren. =)

Abeeeer: Eure Wünsche wurden zur Kenntnis genommen. =):cool:
 

Phoenyx

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Das klärende Gespräch zwischen Nate und Evie liegt nun schon ein paar Tage zurück, doch Nate lässt das Thema einfach nicht los. Aus diesem Grund fängt er seine Mutter eines Nachts als sie von der Arbeit kommt ab. Die, obwohl noch lange keine Beförderung in Sicht ist, überraschend erfrischt und gelassen aussieht. So als käme sie gerade aus dem Urlaub. Keine Ahnung, woran es liegt. Vielleicht am neuen Outfit? Oder daran, dass Dylan nun in Oasis Springs ist und nicht mehr täglich hier durchs Haus schwirrt? Keine Ahnung.

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„Hey, Nate, Liebling! Noch wach?“
Dieser grunzt nur.
„Was ist los? Stimmt etwas nicht?“, fragt Alisson, die einfach ein Näschen dafür hat, Probleme, die in der Luft liegen zu erschnüffeln.
Nate zögert einen Moment. Soll er seiner Mutter von dem Streit zwischen sich und Evie erzählen? Eigentlich hat das Paar diesen Konflikt um Kinder geklärt – nur hat Nate noch nicht so richtig damit abgeschlossen. Er kann nur hoffen, dass Evie nicht erfährt, dass Nate mit seiner Mum darüber spricht. Er hat das dumpfe Gefühl, dass Evie nicht allzu begeistert davon sein würde. Andererseits … seine Mum ist seine Mum – mit wem sonst könnte er solche Probleme besprechen?
„Sag mal, Mum“, beginnt er zögernd „Wann wussten du und Dad, dass es Zeit für Kinder war?“
Alisson lacht. „Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht mehr. Für uns beide stand schon immer fest, dass wir Kinder haben wollten. Wir hatten außerdem Glück: Wir haben das Haus deiner Grandma geerbt und dein Vater ist schnell bei der Polizei befördert worden. Da hat der richtige Zeitpunkt nicht lange auf sich warten lassen. Na ja, mit Dylan ging es dann nicht ganz so schnell. Es dauerte eine ganze Weile bis es dann endlich geklappt hat. Wieso fragst du?“

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„Na jaaa, … Evie und ich haben darüber geredet und …“ Nate zögert einen Moment. „Evie will keine Kinder!“, platzt es dann aus ihm heraus. „Zumindest jetzt noch nicht.“
Anders als er erwartet hat, bleibt Alisson ganz ruhig. „Hat sie dir verraten warum?“
„Mhm … na ja, sie meinte, wir wären noch jung. Und das wir erst einmal in unserem Job voran kommen sollten.“
Alisson denkt eine Weile über diese Worte nach. „Und was willst du?“
„Natürlich will ich Kinder haben! Warum nicht? Und warum nicht sofort?“
Alisson nickt, schweigt jedoch für eine ganze Weile. Nate wird schon richtig nervös. Würde seine Mutter überhaupt noch etwas zu dem Thema sagen?
„Und? Was meinst du?“, fragt er dann schließlich, weil er das Schweigen nicht länger aushält.
„Das ist ein kniffliges Thema, Nate. Es ist eine Sache sich Kinder zu wünschen und eine ganz andere, herauszufinden, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Gerade für eine Frau.“
„Aber …“ will Nate schon dazwischen gehen, doch seine Mutter schneidet ihm das Wort ab.

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„Schau mal, ihr kommt gerade alle frisch von der Uni. Und ja, ihr seid jetzt schon alle Erwachsen – na ja, außer vielleicht Dylan“, fügt sie dann hinzu und zu Nates großer Überraschung muss seine Mutter über diese Worte sogar lachen. „Aber ihr habt noch einen langen Weg vor euch. Evie wünscht sich, Schriftstellerin zu werden. Lass sie erst einmal ein paar Schritte diesen Weg einschlagen. Mit Kindern, und das kann ich dir sagen, hat man kaum mehr Zeit seinen eigenen Wünschen nachzugehen. Ich weiß, wovon ich rede. Nachdem Dylan auf der Welt war, habe ich eine kleine Konditorei eröffnet. Das war mein kleiner Traum. Ein Traum, den ich mit dir und Maddy wieder aufgeben musste. Drei Kinder und eine Konditorei? Mit nur einem Kind war es schon schwierig genug. Mit dreien … na ja, bereut habe ich es nicht, das Geschäft wieder zu schließen. Aber ich habe es zumindest eine Zeit lang machen dürfen. Lass du auch Evie eine Zeit lang der Schriftstellerei nachgehen. Der Zeitpunkt indem ihr euch beide nach Kindern sehnt, kommt dann von ganz alleine!“

Unzufrieden verzieht sich Nate in sein und Evies Zimmer. Ein Zimmer, dass selbst zu dieser späten Stunde noch leer ist. Denn seit Glenda das Gästezimmer im Erdgeschoss zu einem Arbeitszimmer für Evie umgebaut hat, ist diese nicht mehr vom PC weg zu kriegen.

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Stunde um Stunde sitzt sie dort vor dem alten Rechner und schreibt, wenn sie nicht gerade zur Arbeit muss. Auch jetzt wieder. Gerade abends und spät nachts scheint ihre Kreativität regelrecht Purzelbäume zu schlagen.
Zähneknirschend setzt sich Nate vor seinen eigenen Rechner in ihrem Schlafzimmer. Er konnte immer noch nicht fassen, dass seine Mutter, die drei Kinder großgezogen hat, Evie Recht gibt. Er hatte erwartet, dass seine Mum ihm zustimmen würde.
Als Nate seine E-Mails überprüfen möchte, bemerkt er, dass Evie noch immer mit ihrem E-Mailaccount eingeloggt ist. Er möchte sich gerade dort heraus loggen, als ihm eine Mail ins Auge springt. Sie ist noch ungelesen, und obwohl er weiß, dass er das nicht tun sollte, macht ihn der Titel so neugierig, dass er sie öffnet.

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Am Ende der E-Mail stehen nur noch die Kontaktdaten dieses Mr. Andersons. Nate lehnt sich perplex in seinem Stuhl zurück.
Das hatte ihm noch gefehlt!
Evie beschwert sich ständig darüber, wieviel Zeit ihr die Arbeit beim Artikel verfassen für das Schreiben rauben würde. Und wie uninteressant sie es findet über langweilige politische Prozesse zu berichten. So eine Kolumne wäre genau das, was Evie sich wünschen würde!

Oasis Springs News … Evie wäre ganz begeistert von diesem Stellenangebot.

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Aber das hieße, nach Oasis Springs ziehen zu müssen. Weg von seinen Eltern. Und mit dem kläglichen Gehalt, das sie beide verdienen würden, könnten sie sich nur eine kleine Bruchbude leisten. An Kinder wäre in diesem Fall noch lange nicht zu denken. Erst recht nicht, wenn Evie der Hauptverdiener von ihnen beiden wäre. Und so wie sich dieser Anderson mit seiner Lobeshymne auf Evie überschlägt, würde bei diesem Job sicherlich eine Menge Kohle für Evie heraus springen.

Nate möchte nicht weg aus Willow Creek. Weg von seinen Eltern. Das einzige Argument, den Kinderwunsch eben nicht auf die Wartebank schieben zu müssen. Seine Eltern würden sicherlich gerne die Erziehung ihrer Kinder mitgestalten und helfen.

Was sollte er nur tun? Sobald Evie diese E-Mail las, würde es wieder Streit geben. Nate weiß, dass dieser Job genau das ist, was seine Frau sich wünscht. Und dieser Job steht gleichzeitig im Kontrast dazu, was Nate sich wünscht.

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Ohne genauer darüber nachzudenken, was er da eigentlich tut, setzt er die Maus in Bewegung. Evie sieht niemals in ihrem Spam-Ordner nach. Das einzige, was sie tut, war diesen von Zeit zu Zeit zu leeren. Also verschiebt er die Mail kurzerhand vom Posteingang in den Spam-Ordner und markiert sie als ungelesen.
Es ist unwahrscheinlich, dass Evie diese Mail in ihrem Spam-Ordner entdecken würde. Sie sieht dort ja sowieso kaum bis gar nicht nach. Und wenn doch, würde sie niemals dahinter kommen, dass er sie gelesen und sie dorthin verschoben hat.

Das Thema war vom Tisch. Mit ein wenig Glück würde Evie ihren Job bei Willow Creek Weekly frustriert hinschmeißen. Und mit ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit könnte er seine Frau vielleicht doch noch überzeugen, nicht allzu lang mit dem Kinderwunsch zu warten.

„Hey, Schatz! Tut mir Leid, dass es wieder so spät ist! Ich habe mal wieder die Zeit aus den Augen verloren“, hört er seine Frau plötzlich hinter sich sagen. Sofort springt Nate vom Computer auf und kann gerade noch rechtzeitig den Browser schließen.

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„Hast du noch gearbeitet?“, fragte Evie. „Tut mir Leid, ich wollte dich nicht dabei stören.“
„Ja“, log Nate und machte dann eine wegwerfende Handbewegung. „Aber ich bin schon fertig. Wie geht es mit deinem Roman voran?“, fragte er und setzte sich neben ihr aufs Bett.

„Wunderbar!“, ruft Evie euphorisch aus. „Wenn ich nicht morgen arbeiten müsste, würde ich wahrscheinlich die ganze Nacht weiter schreiben. Meine Protagonistin ist gerade dabei, ihrem Familiengeheimnis ein bisschen weiter auf die Spur zu kommen. Es wird jetzt so spannend, dass ich schon beim Schreiben die Luft anhalte!“
„Na ja, solange du mir nicht ohnmächtig vom Stuhl kippst“, witzelt Nate.

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„Danke!“, sagt Evie plötzlich.
Nate ist verwirrt. „Wofür?“
„Dafür, dass du mich unterstützt. Dafür, dass du mir nicht böse bist, wenn ich mal wieder die Zeit beim Schreiben vergessen habe. Dafür, dass du meine Entscheidung respektierst, dass wir uns mit dem Kinderwunsch noch ein bisschen Zeit lassen.“
Nate schluckt. Wie auf Kommando meldet sich das schlechte Gewissen bei ihm.
„Ich liebe dich!“, seufzt Evie schließlich und wirft sich in seine Arme.
„Ich liebe dich auch!“, antwortet Nate und gibt seiner Frau einen zärtlichen Kuss.

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Sein Herz pocht ihm bis zum Hals. Hatte er nicht gerade genau das Gegenteil getan, wofür Evie sich gerade bei ihm bedankt? Er will sich nicht vorstellen, was geschieht, wenn Evie herausfinden würde, was er soeben getan hat.

Und doch … es ist sehr unwahrscheinlich das Evie dieses einmalige Jobangebot in ihrem Spam-Ordner entdecken würde. Und noch unwahrscheinlicher, dass sie herausfand, dass er es dorthin verschoben hat und somit ihren Lebenswunsch sabotiert hat.

Nein, Evie würde das niemals herausfinden. Warum sich also sorgen machen? Schließlich handelt er nur so, damit sie zwei endlich eine kleine eigene Familie wurden. Was ist schon so schlimm daran?
 
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Lu Sparks

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Oh nein, oh nein. Nate was machst du denn?!

Ich muss sagen, ich kann ihn da gar nicht verstehen. Finde es total rücksichtslos, wie er sich verhält, dabei war er doch sonst immer so lieb und zuvorkommend. Aber ein schlechtes Gewissen hat er ja schon =)

Ich bin überzeugt, dass das mit der E-Mail rauskommt, ich kenn dich ja :p
 
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Phoenyx

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Oh doch, oh doch. =)

Manchmal muss man beim Schreiben gute Menschen, schlechte Dinge tun lassen. Das geht einfach nicht anders.

Ich kann es ja überhaupt nicht leiden, wenn eine Geschichte mit einer Hochzeit endet und dann alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. So ist das nämlich eben nicht. Das finde ich so unrealistisch und uninteressant.

Außerdem (habe ich das hier schon einmal erwähnt?!) gibt es in meiner Doku nur ein einziges Paar, dass ich höchst wahrscheinlich nie auseinander bringen werde. Das sind Logan und Alisson. Die zwei haben einfach schon zu viel erlebt und würden wahrscheinlich jede Katastrophe und jeden Stolperstein gemeinsam bezwingen. Alle anderen müssen sich da erst einmal behaupten. Und gerade Nate und Evie müssen sich (meiner Meinung nach) erst als Paar behaupten.

Ich weiß noch, als ich ganz frisch verliebt mit meinem Freund zusammen gezogen bin: da hat's am Anfang auch ganz schön viele Stolpersteinchen gegeben, da muss man durch. So auch meine Sims - eine andere Frage ist, ob sie es gemeinsam schaffen. =)
 

Boni

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Oh mann, das geht ja wirklich gar nicht!! :polter: Hätte ich nicht gedacht, dass Nate einfach so respektlos über Evies Karrierechancen hinwegtrampelt, um seine Interessen durchzusetzen... Wenn das rauskommen sollte, dann gibt es sicher großen Ärger! Verstehe auch nicht, warum er es mit Kindern so unheimlich eilig hat und warum er seiner Frau zuvor nicht wenigstens ein bisschen Zeit für beruflichen Erfolg gönnt. Die beiden sind doch noch so jung, die haben doch immernoch viel Zeit fürs Kinderkriegen... Irgendwie scheint Nate noch nicht so richtig begriffen zu haben, dass es in einer Beziehung auch ums Kompromisse schließen geht... :nonono:

LG, Boni
 
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Phoenyx

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Evie ist am nächsten Tag die erste, die schon auf den Beinen ist.
Sie ist glücklich. Endlich kommt etwas Schwung in ihren Roman. Nate und sie haben sich darauf geeinigt, mit der Familienplanung zu warten. Ja, er unterstützt sie bei dem Wunsch, Schriftstellerin zu werden.

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Ja, Evie hatte zunächst Zweifel gehabt, ob es wirklich das Richtige ist, so früh zu heiraten. Auch wenn sie Nate aus tiefstem Herzen liebt, sie beide sind noch jung und lange hatte Evie das Gefühl gehabt, es hätte ihnen nicht geschadet, mit der Hochzeit noch ein bisschen zu warten.
Aber wenn sie daran zurück denkt, wie verständnisvoll Nate ihr gegenüber gestern Nacht war, wird ihr ganz warm ums Herz.

„Oh, unsere frischvermählte Braut!“, hört Evie jemanden theatralisch neben sich rufen. Natürlich muss sich Evie gar nicht erst umsehen, um zu erraten, wer da spricht.
Glenda! Oh ja, Glenda … Evie ist sich immer noch nicht ganz sicher, ob sie diese Frau leiden kann oder nicht. Irgendwie … tja, Glenda ist ein Mensch voller Widersprüche. Manchmal kommt es Evie so vor, als hätte Glenda die Schauspielerei niemals an den Nagel gehängt. Jeden Tag, jeden Moment scheint sie in eine neue Rolle zu schlüpfen.


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„Guten Morgen, Glenda!“, erwidert Evie nur.
„Sie mal einer an! Da strahlt ja jemand vor Glück!“
„Wieso so überrascht?“, fragt Evie bei Glendas erstauntem Tonfall und hätte sich im gleichen Moment am liebsten auf die Zunge gebissen. Mensch, Evie wusste es doch eigentlich besser. Es gab Dinge, die man Glenda einfach nicht fragt. Evie weiß genau, was Glenda von der Ehe hält und noch bevor diese den Mund aufmacht, weiß Evie schon, was Glenda sagen wird. Wütend auf sich selbst, kratzt sie den Eier-Toast von der Pfanne, der sich dort festgebacken hat.


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„Na ja, vermutlich hast du Recht“, beginnt Glenda dann plötzlich zu Evies großem Erstaunen „Du hast ja keinen Grund nicht glücklich zu sein!“
„Danke, Glenda“, antwortet Evie dankbar. Das Letzte, was sie an diesem Morgen gebrauchen kann, war eine alte Schachtel, die ihr mit ihrem pessimistischen Zynismus die gute Laune verdirbt.


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„Na ja, ihr seid ja gerade erst seit Kurzem verheiratet. Meiner Erfahrung nach, treten Enttäuschung, Verrat und Erniedrigung erst in einem späteren Stadium der Ehe auf. Du kannst also noch eine Weile unbesorgt dein junges Glück genießen!“, verkündet Glenda, als diese sich den Kaffee in die Tasse schenkt, der in Rekordgeschwindigkeit durch den Filter gelaufen ist.
Evies Lächeln erfriert nahezu augenblicklich auf ihrem Gesicht. Sie muss sich einen Moment sammeln – dann strahlt ihr Gesicht, als hätte Glenda ihr einfach ein Kompliment gemacht.
„Vielen Dank, Glenda, dass du deinen Erfahrungsreichtum mit mir teilst“, antwortet Evie mit zuckersüßer Stimme.

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„Aber gerne doch, Evie-Schätzchen. Wozu bin ich denn sonst da?“
„Es ist beeindruckend, wie gut du dich mit den Tücken einer Ehe auskennst – wo du doch selbst nie verheiratet warst“, leutet Evie plötzlich den Gegenangriff ein.
Diesen nimmt Glenda – wie üblich und wie typisch von ihr – ganz gelassen und auch ein wenig amüsiert hin: „Tja, manche Menschen müssen erst Fehler machen, um zu wissen, dass es ein Fehler ist. Ich glücklicher Weise nicht.“


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Evie muss bei diesen Worten beinahe kichern – und kann sich das nur in aller letzter Sekunde verkneifen.
„Du hast ja keine Ahnung, Evie, wie viele Leute ich im Laufe meines Lebens dabei beobachtet habe, wie sie in den Hafen der Ehe eingefahren sind – nur um direkt im Hafen Schiffbruch zu erleiden und elendig in ihrem Unglück zu ersaufen. Ein Drama kann ich dir sagen. Aus so etwas habe ich mich, Gott sei Dank, immer raus gehalten.“
Evie hievt die Eier-Toasts aus der Pfanne auf einen Teller und sagt, beinahe beiläufig: „Glenda, ich fürchte du bist keine so gute Schauspielerin mehr, wie du sie einst gewesen bist. Du weißt genauso gut wie jeder andere, dass man keinen Trauschein besitzen muss um in der Liebe, enttäuscht, verraten und gedemütigt zu werden. Und lass mich raten: Dieses Gefühl kennst du sehr gut – nämlich weil dich niemand heiraten wollte! Wenn du dir selbst etwas vormachen willst, dann soll es mir recht sein – aber ich habe keine Lust, mir von dir etwas vormachen zu lassen!“
Mit diesen Worten kehrt Evie Glenda den Rücken zu.


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„Sieh an, sieh an!“ hört sie noch Glenda verächtlich hinter sich ausrufen. „Du wirst Mamma Odie von Tag zu Tag unähnlicher!“
Und obwohl Glendas Tonfall alles andere als freundlich ist, hat Evie das Gefühl, dass diese schräge Tante ihr gerade ein Kompliment gemacht hat - und, dass sie mit ihrer Vermutung voll ins Schwarze getroffen hat!
 
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anik431

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Hey Phoenyx,

oh nein der böse Nate. Ts ts ts da ist aber einer egoistisch.
Hoffentlich findet Evie das noch heraus. Aber dann hängt sicherlich der Haussegen schief. Das will ich ja auch nicht. Wobei es doch sicherlich schöner ist auch auf eigenen Beinen mit dem eigenen Häuschen zu stehen.

Aber könnte Evie den Job nicht mit einer eigenen kleinen Familie verbinden?
Sie kann ja von zu Hause aus arbeiten, und wenn sie schreiben kann worüber sie will, kann sie ja auch über Kinderkram schreiben oder Familie und Job oder so :idee:

Naja, dann warte ich mal ab wie du diese Situation löst. Du bist ja ganz schön gemein zu deinen Sims :p

Ganz liebe Grüße
 

Phoenyx

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Ja, okay - stimmt schon. Ein bisschen fies bin ich ja wirklich zu meinen Sims ... aber das muss ja auch mal sein.

@MissBonita: Du hast es erfasst! Nate hat das Prinzip einer Ehe einfach noch nicht ganz begriffen. In seinem Kopf ist die Ehe wie seine Eltern sie führten idealistisch abgespeichert. Ein Haus, drei Kinder und die Mutter ist fast den ganzen Tag zu Hause um sich um die Kinder zu kümmern. Aber nur weil seine Eltern das so gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass dies der einzig richtige Weg ist. In dem Punkt muss Nate definitiv noch erwachsen werden.

@anik431:
anik431 schrieb:
Aber könnte Evie den Job nicht mit einer eigenen kleinen Familie verbinden?
Sie kann ja von zu Hause aus arbeiten, und wenn sie schreiben kann worüber sie will, kann sie ja auch über Kinderkram schreiben oder Familie und Job oder so :idee:

Wenn sie wollte, könnte sie mit Sicherheit schon. Da ist aber auch etwas, was sie Nate verheimlicht. Sie ist von der Angst getrieben, eine genauso unzuverlässige und schlechte Mutter zu werden, wie ihre eigene Mutter es damals war. Nur aus diesem Grund kam sie ja zu den Steeles - und sie war ja auch glücklich bei ihnen. Aber die Wunde, die ihre leibliche Mutter bei ihr hinterlassen hat, ist nicht geschlossen - nein, noch nicht einmal aufgearbeitet.

Vielen, vielen Dank für eure Kommentare. Es macht mir so enorm Spaß mitzuverfolgen, wie ihr hier mitliest und euch (in diesem Fall) über Nate ärgert.
Das ist echt ein ganz großer Spaß. Danke dafür!

Liebe Grüße und einen schönen Start ins Wochenende wünsche ich euch!!!
 

Boni

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Ach ja, die liebe Glenda... :D Irgendwie hätte ich ja jetzt gerne einen Rückblick in Glendas unglückliches, aber sicher turbulentes bisheriges Liebesleben! :lol: Hab bei der Dame immer so den Eindruck, dass sie schon einiges erlebt hat. Das Foto, auf dem Evie ganz genervt in der Pfanne rumkratzt, passt auch herrlich zu der Situation. :up:

LG, Boni
 
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Phoenyx

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Hihi - das hab ich mir auch gedacht. Und deswegen habe ich einen Spielstand nur mit der jungen Glenda =) Mal schauen, weiß noch nicht, ob ich das hier integrieren werde ...
 
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styx

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Les ja eher selten hier die Storys, bin gestern eher per Zufall hier gelandet. Hab dann auch gleich alles verschlungen und mein Sohn, der absolut nichts mit Sims am Hut hat kam an und sagte direkt: Mama mach mal auf Anfang ich krieg doch so nix mit. Also haben wir gemeinsam dann auch noch die 3er Geschichte gelesen. Und ich musste ihm versprechen Bescheid zu geben wenns weiter geht. Wirklich toll , wie sich die ganze Geschichte entwickelt hat.
 
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Boni

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Hihi - das hab ich mir auch gedacht. Und deswegen habe ich einen Spielstand nur mit der jungen Glenda
Das ist ja cool! %) Jetzt bin ich total für ein Glenda-Special!!! :D Mal sehen.... Vielleicht trifft sie nach vielen Jahren ihre große verflossene Liebe wieder, und alte Erinnerungen werden wach...? Hach ja, da gäb's schon Möglichkeiten! Aber ist ja deine Geschichte, ich versteh's schon, falls das für dich nicht passt. :nick: Vielleicht mag sie ja auch Evie einfach mal was von ihrer Vergangenheit erzählen...

LG, Boni
 
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Phoenyx

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@styx: Das freut mich sehr! Ich habe wirklich sehr viel Spaß daran, andere zu unterhalten (das ist eines der Hauptmotive für mich überhaupt zu schreiben) und genauso viel Spaß habe ich dann, wenn ich merke, dass ich Leser wirklich unterhalten kann - obwohl (und das muss ich auch gleich mal zugeben) das hier ja eher so eine Groschenroman-Doku ist. =)

Ja, der Schritt von der 3er-Doku zur 4er-Doku ist echt gewaltig. Am Anfang in Sims 3 war das Ganze ja wirklich nur stumpfes Dokumentieren. Mittlerweile haben die Sims aber so ein Potential entwickelt, dass ich ums Geschichten schreiben nicht mehr herum komme. Vielleicht hätte ich meine Doku, doch eher "Story" taufen sollen. =)

@MissBonita:
Lass dich überraschen. Das Gute ist ja, dass dies hier nicht alleinig Dylans Doku ist. Es geht um alle Sims. Und da es mir soviel einfacher fällt in Sims 4 einen guten Draht zu allen Sims aufzubauen, möchte ich auch jedem hier seinen Raum geben.

Ich weiß gar nicht, wie lange ich diese Doku machen soll. Einfallen würden mir ja wirklich noch ganz viele Geschichten um meine Sims - aber irgendwann liest ja sonst keiner mehr mit. =)
 

Phoenyx

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Wir verabschieden uns für einen kleinen Moment von den Steels und schauen mal, wie es bei der Familie St. John so läuft. Vorsicht: Dieses Mal ist der Teil ein bisschen länger als die letzten anderen Teile.

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Raphael und Rebecca sind nach Oasis Springs zurückgekehrt. Doch der Haussegen hängt gewaltig schief. Kaum als Rebecca und Raphael die Tür ihres großen Hauses betreten haben, ist Rebecca ohne ein Wort die Treppe hoch in ihr Zimmer gelaufen – natürlich nicht, ohne ihre Zimmertür einmal laut knallen zu lassen.

Raphaels Kollegin, Darlene Taylor, ist auch schon da, um mit ihm neue Kompositionen zu besprechen, die sie auf einer großen Gala vorstellen wollen.

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Während seine Haushälterin Seniora Sanchez gerade das Frühstück vorbereitet und Darlene mittlerweile dazu übergegangen ist, von der beeindruckenden Gästeliste der Gala zu schwärmen, steuert Raphael stumm die Bar in der Küche an.

„Raphael? Seit wann trinkst du denn Alkohol?“, stutzt Darlene plötzlich und hält in ihrem Vortrag inne. Raphael trinkt sonst nie. Er nippt allerhöchstens mal an einem Whiskey – doch selbst das kommt nur sehr, sehr selten vor.
„Mr. St. John, lassen Sie das! Sie werden die Lösung ihrer Probleme nicht am Fuße dieses Glases finden. Mein Onkel Rio hat das versucht – ich will ihnen gar nicht erst erzählen, wie das geendet hat!“, faucht auch schon prompt Seniora Sanchez hinter ihm wissend.
„Kann man hier mal nicht in Ruhe einen Drink genießen, ohne sich rechtfertigen zu müssen!“, knurrt Raphael nun genervt.
Sofort erscheint auf Darlenes Gesicht dieser Hundeblick, den sie so oft schon für ihn aufsetzt. Er mochte Darlene, sie war eine wahre Virtuosin – und zwar am Klavier und an der Geige, was sehr selten ist – aber Raphael hasst diesen Blick!

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„War es so schlimm in Oasis Springs? Hast du das Museum etwa doch nicht für unsere Gala begeistern können?“
Raphael schnappt sich seinen Drink und setzt sich neben Darlene an die große Bar. „Nein, das Museum konnte ich für unsere Gala gewinnen. Die waren ganz begeistert“, sagt er abwesend.
„Was ist dann los?“, hakt sie nach.
„Rebeccas Mutter hat sich gemeldet.“
„Oh“, ruft Darlene aus, als sei das nichts Besonderes. „Ich hoffe, du hast sie zum Teufel gejagt.“
Raphael nickt. „Habe ich. Ja – nur leider hat Rebecca Wind davon bekommen, dass ihre Mutter sie gerne treffen möchte … und na ja, seitdem herrscht zwischen uns Eiszeit.“

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„Sie wird sich schon wieder einkriegen. Sie ist ein Kind. Schenke ihr etwas. Vielleicht einen Hund. Oder unternimm mit ihr eine kleine Shopping-Tour. Das haben meine Eltern immer mit mir gemacht, wenn ich sauer oder traurig war!“, schlägt Darlene zuversichtlich vor.
Raphael scheint diesen Vorschlag tatsächlich in Erwägung zu ziehen – und Seniora Sanchez platzt förmlich der Kragen. Sie pfeffert das Rührei regelrecht auf den Teller und klatscht den Speck daneben und dreht sich mit wutverzerrtem Gesicht zu den beiden um.

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„Mr. St. John, ich kann verstehen, dass sie Zweifel haben, Rebecca ihre Mutter treffen zu lassen. Jawohl, auch wenn ich nicht immer ihrer Meinung bin …“
Darlene schnauft im Hintergrund verächtlich und Seniora Sanchez meint sogar ein „Nie“ zu hören, doch davon lässt sie sich nicht ablenken.
„… aber, wenn sie Rebecca schon nicht die Mutter geben wollen, die sie braucht, dann bemühen sie sich wenigstens darum, die Vaterrolle auszufüllen. Ja, ob es ihnen nun passt oder nicht, das ist die Rolle, die sie gefälligst zu spielen haben. Das Kind braucht Zuwendung und Verständnis – keine herzlosen Geschenke. Schauen Sie sich das Zimmer doch an: Voller Spielzeug – fast alles unbenutzt. Sie glauben doch wohl nicht, dass man Rebecca mit sowas bestechen kann. Mit Verlaub, aber dafür ist das Kind zu schlau und zu tiefgründig. Verbringen Sie Zeit mit ihr, nehmen Sie sie ernst. Sie ist keine vier Jahre mehr alt – sie ist neun!“

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„Ich kann mich nicht daran erinnern, sie als Seelsorgerin eingestellt zu haben, Signora Sanchez“, schnauzt Raphael nur trocken zurück.
Doch Signora Sanchez zuckt nur leichtfertig mit den Achseln „Sie haben das Privileg, die Vorzüge meines Hobbies genießen zu können“, antwortet sie zwinkernd. Und tatsächlich. Maria Sanchez hat nicht nur eine Vorliebe für Psychothriller und Zeitschriften über Alltagspsychologie, nein, sie ist davon überzeugt, eine hervorragende Menschenkenntnis zu besitzen. Während der Flucht über die Grenze und ihrer Arbeit als Haushälterin ist sie schließlich vielen verschiedenen Menschentypen begegnet. Allerdings war ihr bisher kaum ein Mensch so unsympathisch wie diese Darlene Taylor.

„Vielleicht hat Seniora Sanchez gar nicht mal so unrecht“, sagt da diese plötzlich zur Überraschung aller. „Na ja, in gewisser Weise zumindest. Rebecca ist nun neun Jahre. Bald wird sie schon 10.“

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Sowohl Seniora Sanchez als auch Raphael schwiegen, neugierig, worauf Darlene hinaus will.
„Sie kommt in ein Alter, in dem sie ein bisschen … na ja, mehr weiblichen Einfluss braucht. Vielleicht sollte ich einmal mit ihr reden – so von Frau zu Frau!“
Raphael zieht die Stirn kraus und denkt einen kurzen Moment über diesen Vorschlag nach. „Vielleicht ist das wirklich keine schlechte Idee“, gibt er schließlich zu.
Im Augenwinkel kann Raphael beobachten, wie Seniora Sanchez kopfschüttelnd aus der Küche stapft.


Rebecca ahnt in diesem Moment noch nicht, was ihr da blüht. Ohne auch nur anzuklopfen macht Darlene die Tür des Kinderzimmers auf und kommt mit dem ihr typischen Diva-Lächeln herein.

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„Hey, Becky“, flötet Darlene fröhlich und Rebecca könnte sich glatt übergeben. Sie ist eh schon angefressen, weil Raphael ihr nicht erlaubt, ihre Mutter zu sehen und anstatt selbst noch einmal mit ihr zu reden, schickt er seine Arbeitskollegin hoch? Außerdem hasst es Rebecca, wenn man sie „Becky“ nennt. Sie ist doch kein Pferd!!!

„Was willst du?“, fragt Rebecca zähneknirschend und machte sich wieder an dem Bild zu schaffen, das sie gerade malt. (Und in diesem Moment finde ich es schade, dass Kinder noch keine emotionalen Bilder malen können. Rebecca ist nämlich so wütend, dass da mit Sicherheit ein tolles Bild rausgekommen wäre! Wahrscheinlich Raphael, der am Galgen baumelt ^^)

Darlene ignoriert Rebeccas feindlichen Unterton und setzt sich auf den Kindersessel, der dem Maltisch gegenüber steht.
„Raphael hat mir verraten, … na ja, dass du ein wenig … aufgebracht bist.“

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Rebecca erspart sich eine Antwort. Was soll sie darauf denn schon sagen? Sie hat keine Lust darüber zu reden – und erst recht nicht mit Darlene. Im Grunde ist sich Rebecca sicher, dass sie Kinder nicht einmal leiden mag. Darlene ignoriert Rebecca meistens – und dass obwohl sie sich hier so oft aufhält, dass man fast glauben könnte, sie wohne hier … was Gott sei Dank nicht der Fall ist. Und wenn Darlene mit ihr spricht, dann meistens in einem Ton, als sei Rebecca nicht neun Jahre alt sondern drei – oder kein Mensch, sondern ein Haustier. Irgendetwas, das Darlene nicht so recht verstand … eine Ratte vielleicht?
„Ich verstehe, dass du nicht verstehen kannst, warum Raphael, dir nicht erlaubt …“, fängt Darlene wieder von neuem an, doch Rebecca unterbricht sie.

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„Hör schon auf, Darlene!“, faucht Rebecca. „Du verstehst genauso wenig, wie Raphael! Und ich habe überhaupt keine Lust, dass du mich dazu benutzt, bei ihm gut da zu stehen!“ Oh ja, Rebecca wusste sehr wohl Bescheid. Sie hatte schon so einige Bücher gelesen, in denen es um Liebe und Intrigen geht – Groschenromane, wie Maria Sanchez sie nennt. Bücher, die Maria in Massen hortet. Ab und zu schleicht sich Rebecca in ihr Zimmer und mopst sich eins davon. Und sie muss schon blind sein, um nicht zu bemerken, dass Darlene wie ein Hündchen um Raphael umher schleicht, in der Hoffnung, dass dieser mal ein Leckerchen fallen lässt. Mit anderen Worten: Darlene hatte es auf Raphael abgesehen!

Und Rebecca hat überhaupt keine Nerven, sich auf dieses Spiel einzulassen.

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Darlene sitzt da wie vom Donner gerührt und sie braucht eine Weile um sich von dem unerwarteten Angriff zu erholen.
„Wie kommst du darauf – also wirklich! Becky, wir machen uns alle Sorgen um dich! Diese Frau – deine Mutter, sie ist nicht gut für dich. Das weißt du doch. Wir wollen dich nur vor einer Enttäuschung schützen!“
Rebecca könnte vor Wut an die Decke springen!

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„Ach ja? Und was soll das dann hier? Glaubst du wirklich, du hättest bei Raphael gute Karten, wenn du hier einen auf Ersatz-Mami machst?“, giftet Rebecca zurück.
Das ist zu viel für Darlene. Sie ist nun auch so wütend, dass sie sich nicht mehr auf den Sessel halten kann. Ganz langsam, wie ein Tiger, der seine scharfen Krallen wetzt, geht sie zu Rebecca hinüber. Der niedliche Hundeblick, den sie stets wie eine Maske zu tragen scheint, ist auf einmal völlig verschwunden.

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„Weißt du was, Rebecca“, sagt Darlene mit engelsgleicher Stimme. „Ich an deiner Stelle, wäre ganz, ganz lieb zu mir. Du meinst also, du weißt Bescheid? Du hast ja keine Ahnung, meine liebe Becky. Ich gebe dir einen Tipp: Sei ein braves, liebes Mädchen – oder du kommst schneller in ein Internat, als du gucken kannst, wenn ich wirklich deine Ersatz-Mami werde!“

Als hätte Darlene einfach einen Schalter umgelegt, zeigt sich plötzlich wieder ihr strahlendes Lächeln und in ihren Augen kehrt wieder dieser elendige Hundeblick zurück.

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„Also, sei ein liebes Mädchen und geh mit mir lächelnd wie ein strahlender Sommermorgen hinunter in die Küche und sag Raphael, dass es dir Leid tut, dass du sauer auf ihn warst! Dann wirst du vor deiner zukünftigen Stiefmama auch nichts zu befürchten haben!“, flötet Darlene in einer Nerv tötenden Singsangstimme.
Und tatsächlich! Rebecca schenkt Darlene ein ebenso strahlendes Lächeln und sagt: „Da gehe ich doch lieber ins Internat!“
Tja, und Darlene? Der bleibt nichts anderes übrig als wütend aus dem Zimmer zu stapfen.

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Doch die arme Rebecca fühlt sich noch elendiger als zuvor.
Sie lässt ihren Blick traurig durch ihr Zimmer schweifen. Ja, sie hat alles, was sich ein kleines Mädchen nur wünschen kann. Ein riesen Puppenhaus, mit dem sie kaum spielt. Unzählige Kuscheltiere und Puppen … aber sie hat nichts, was ihr dabei helfen würde, sich weniger allein zu fühlen. Die einzige, mit der sie reden kann, war die Haushälterin Maria – wenn sie nicht gerade arbeitete.
Ihre Mutter darf sie nicht sehen und Rebecca weiß auch nicht, wie sie Kontakt zu ihr aufnehmen soll – Raphael hat das Passwort seines PCs geändert.
Und jetzt droht ihr auch noch Raphaels Arbeitskollegin!
Rebecca hat keine Ahnung, was sie nun machen soll, außer … einfach abzuhauen!
 
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Boni

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Uiuiui, mit Darlene wolltest du aber mal eine ganz besonders unsympathische Person einführen, oder? ;) Die Gute tappt ja wirklich in jedes Fettnäpfchen... Schade, dass gerade eine so begabte Musikerin menschlich so daneben liegt. Raphael sieht aber schon gut aus, ist mir hier nebenbei mal so aufgefallen... :schäm: Rebecca tut mir allerdings leid - ist doch ganz natürlich, dass die Kleine gerne ihre Mutter sehen möchte. Ich weiß ja nicht so genau, warum Raphael das unbedingt verhindern will, aber könnte er Rebecca nicht vielleicht bei einem Treffen begleiten, wenn er sie nicht mit der Mutter allein lassen will? So wie es jetzt ablief, kann ich jedenfalls verstehen, dass Rebecca sich unverstanden fühlt und weg will... :argh: Senora Sanchez dagegen ist ja mal eine sehr durchsetzungsstarke Haushälterin! :lol:
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!:lalala:

LG, Boni
 

Phoenyx

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Na ja, ich wollte eigentlich nicht.
Eigentlich habe ich sie nur bewusst als Raphaels Arbeitskollegin erstellt, die recht elegant, reich und begabt sein sollte. Allerdings schaut die im Spiel fast immer total zickig drein, dass es mir schwer fiel, sie in einem sympathischeren Licht dar zu stellen. Keine Ahnung, aber die kann Grimassen ziehen, das ist echt nicht zum Aushalten. Böse oder zickige Charaktereigenschaften hat sie jetzt auch nicht unbedingt. Aber so ist das manchmal im Spiel: Man weiß erst wie ein Sim wirklich ist, wenn man ihn im Gameplay beobachtet. =)

Ja, Raphael ist wirklich einer meiner Favoriten. Er ist der erste Mann, den ich in Sims 4 komplett selbst erstellt habe. Und dann hat er auch noch meinen Lieblingsmännernamen bekommen. Und dann noch die tollen Denkerfalten auf der Stirn. :love:

Tja, mal sehen wie es weitergeht =)

Der nächste Teil kommt wahrscheinlich erst Samstag.

Liebe Grüße,
Phoenyx
 
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Allerdings schaut die im Spiel fast immer total zickig drein, dass es mir schwer fiel, sie in einem sympathischeren Licht dar zu stellen.
Das ist ja witzig! :lol: Welche Eigenschaften hat Darlene denn? Hatte jetzt schon mal woanders gelesen, dass auch Sims mit netten Merkmalen manchmal im Spiel ziemlich zickig sind. %)

LG, Boni
 

Phoenyx

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Tja, da muss ich erst einmal nachschauen. :schäm:
Ein bisschen versnobbt ist sie, das weiß ich noch. Sie kommt (in meiner Vorstellung) halt aus einer eher elitären Familie. Und hoch musikalisch ist sie auch. Der Rest ist mir gerade leider entfallen.

Ich war diese Woche kein einziges Mal am Zocken, weil es bei mir privat leider gerade ein bisschen drunter und drüber geht - na ja, so ist das nun mal im Leben. =)

Deswegen verspätet sich auch leider der nächste Teil - ich hoffe, ihr seid mir nicht bös. :schäm:
 

Phoenyx

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Heute ist Dylans erster Arbeitstag. Und, was für Dylan eigentlich echt ungewohnt ist: Sie ist schon total aufgeregt. Beinahe mit zitternden Knien betritt sie die große Galerie und stellt sich bei der Frau am Schreibtisch vor.

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„Hallo, mein Name ist Dylan Steele. Ich habe heute meinen ersten Arbeitstag hier!“
Die Finger der Sekretärin fliegen quasi über die Tastatur, als sie etwas in ihrem PC nachsieht.
„Oh ja, natürlich!“, sagt sie dann schließlich und ihre Eiswaffel-Ohrringe wippten fröhlich beim Sprechen. „Einen Moment Geduld, bitte. Mr. Davis müsste jeden Moment für Sie da sein. Er zeigt Ihnen dann alles. Ich bin übrigens June Kay“, fügt sie dann lächelnd hinzu und endlich fällt ein bisschen die Anspannung von Dylan ab.

Dylan hat sich auf die Couch gesetzt, die im Eingangsraum steht und muss gar nicht so lange warten, bis endlich Mr. Davis erscheint.

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„Miss Steele, nehme ich an?“, begrüßt Mr. Davis sie lächelnd und Dylan bekommt das Gefühl, dass es wundervoll sein wird hier unter so freundlichen Menschen zu arbeiten. Und gewiss könnte sie hier auch eine ganze Menge lernen.
Mit einem Nicken bedeutet Mr. Davis ihr ihm zu folgen. „June und ich duzen uns. Du kannst daher auch ruhig Chris zu mir sagen. Nur Mr. Hendrikson sprechen wir förmlich mit Nachnamen an.“
Dylan nickt als Zeichen, dass sie verstanden hat. „Freut mich, Chris. Sehr gerne. Ich heiße Dylan mit Vornamen.“
„Dylan?“, widerholt Chris neugierig?
„Meine Eltern sind große Musikliebhaber“, erklärt Dylan lächelnd.

Dann endlich sind sie im ersten Raum angekommen.
„Das hier ist die Gallery“, erklärt Chris ihr. „Hier werden die neuesten Gemälde von Mr. Hendrikson ausgestellt.

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Dylan kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieser Mr. Hendrikson muss wirklich ein sehr begabter Maler sein wenn er so großartige Gemälde hervorbringen kann. Auch wenn der Stil nicht wirklich nach Dylans Geschmack ist, muss sie sofort anerkennend nicken.
„Auch ich habe manchmal die Ehre ein paar meiner Bilder hier auszustellen – natürlich nur mit Mr. Hendriksons Erlaubnis“, setzt Chris nach.
Dylan reißt erstaunt und beeindruckt die Augen auf. „Du malst auch?“
„Ich befinde mich sozusagen noch in der Lehre“, antwortet Chris bescheiden. Und diese Worte geben Dylan direkt Hoffnung. Vielleicht kann sie es hier ja wirklich weiter bringen als nur eine schlichte Pallettenreinigerin und Assistentin zu sein!

„So, jetzt kommen wir zu dem Schmuckstück: dem Atelier!“, verkündet Chris als er Dylan in einen anderen Raum führt. Andächtig schließt Dylan die Augen und atmet tief durch.

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Oh ja, hier riecht es genau so, wie es in einem Atelier riechen musste. Die Ölfarben und das Reinigungsmittel für die Pinsel vereinten sich zu einem Parfum, das Dylan automatisch mit Kreativität verband. Sie fühlte sich sofort am richtigen Platz!
„Mr. Hendrikson? Hier ist die Assistentin, die heute hier ihre Arbeit beginnt“, ruft Chris dem Maler zu, der gerade kritisch ein Gemälde betrachtet. „Dylan Steele“, stellt Chris Dylan dann vor und Dylan tritt hervor.

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Nun wendet sich Mr. Hendrikson sich vom Bild ab und mustert auch Dylan prüfend.
„Mhm“, räuspert er sich nur und macht ein paar Schritte in Dylans Richtung.
„Sagen Sie, Miss Steele, haben Sie schon einmal in einer Gallery gearbeitet?“
„Ähm, nein, aber …“, setzt Dylan an, doch Mr. Hendrikson lässt sie gar nicht aussprechen.
„Wo waren sie zuletzt angestellt?“
„Ich habe einige Jahre als Ausgrabungshelferin in Ägypten verbracht – mit Pinsel kenne ich mich daher schon ein wenig aus!“, witzelt sie in der Hoffnung das Eis zu brechen – aber Mr. Hendrikson scheint überhaupt keine Lust dazu zu haben, seine neueste Assistentin kennen zu lernen, geschweige denn Witze zu hören.

Nun kommt Mr. Hendrikson Dylan ganz nahe.
„Haben Sie überhaupt irgendwelche Erfahrungen mit Kunst?“, fragt er sie mit einem mehr als nur scharfen Unterton.

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Nun wird es Dylan definitiv zu viel. Dieser aufgeblasene …
„Natürlich!“ Dylan reckt das Kinn vor und stemmt selbstbewusst ihre Hände in die Hüften. „Ich habe Jahre lang selbst gemalt!“
„Ach ja?“, entgegnet Mr. Hendrikson nur verächtlich. „Lassen Sie mich raten, Sie haben mal einen Malwettbewerb in der Schule gewonnen und die Stadt mit Graffitis vollgekleistert und denken nun, das sei Kunst?“
Dylan atmet scharf ein – nur leider fällt ihr keine passende Antwort ein.

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„Bitte, ich will davon nichts hören!“, redet Mr. Hendrikson weiter. „Ich will hier keine übermotivierte Möchtegern-Pinselschwingerin in meinem Atelier, sondern eine belastbare, gewissenhafte Assistentin, die ihren Job erledigt! Wenn sie ihre pubertären Träume von einer Karriere in der Malerei hinter sich lassen können und einfach nur ihre Arbeit erledigen, dann können sie hier gerne anfangen. Wenn sie sich hier mehr erhoffen, dann muss ich sie enttäuschen!“

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Nun scheint sich Mr. Hendrikson regelrecht in Rage zu reden. Und Dylan fühlt sich auf einmal, als sei ihr der Boden unter den Füßen weggerissen worden. Sie ist davon ausgegangen, dass sie den Job schon hatte! Warum muss sie sich nun mit diesem Choleriker darum streiten, ob sie hier tatsächlich arbeiten darf. Und was, bitte, soll diese Standpauke?
„Ihr Aufgabenbereich sieht folgendermaßen aus: Putzen, Material reinigen, neue Leinwände und Farben bestellen und wenn sie sich gut anstellen, dürfen sie auch am Empfang sitzen. Aber wenn sie sich erhofft haben, dass ich ihnen privaten Malerei-Unterricht gebe, dann wischen sie diesen Gedanken mal schnell weg. Hier werden sie, außer zum Reinigen, keinen Pinsel schwenken.“

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Dylan nickt – recht verbissen, wie ihr sehen könnt. Na, so vielversprechend wie ihr erster Arbeitstag begonnen hat, endet er leider nicht.
Nachdem Mr. Hendrikson losgeworden ist, was ihm auf dem Herzen lag, zieht sich auch Dylan in Begleitung von Chris aus dem Atelier zurück.
„So schlimm ist er eigentlich gar nicht“, murmelt Chris ohne das sein Chef, der wieder vor seiner Leinwand steht, ihn hören kann.

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„Ach, wirklich?“, antwortet Dylan nur schnippisch. Am liebsten möchte Dylan einfach nur schreiend davon rennen, natürlich nicht ohne einmal herzhaft gegen ein paar Gemälde zu treten. Wie kann sich ein anderer Mensch nur erlauben, so mit seinen Mitmenschen zu reden! Die Arbeit hier würde die Hölle werden. Das sollte sich kein vernünftig denkender Mensch antun.
Aber den Job kann Dylan jetzt auch nicht mehr so einfach sausen lassen.
Schließlich braucht sie das Geld um ihre Miete in der WG zu bezahlen. Und was würde ihre Mutter sagen, wenn Dylan wieder in Willow Creek auftauchen würde?
Nein, sagt sich Dylan, Augen zu und durch! Schlimmer kann es doch kaum werden!
 
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So, ich melde mich auch mal wieder! ;)
Mr. Hendrikson ist jetzt nicht gerade nett... den wollte ich nicht als Chef haben! Hoffentlich kommt Dylan einigermaßen mit ihm klar! Wobei, bei ihrem Charakter würde ich mich nicht wundern, wenn sie ihn irgendwann mal total anmotzt und dann gefeuert wird oder so. ;)
 
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Ach naja, ich würde mich an Dylans Stelle nicht zu sehr ärgern lassen. Jeder muss mal klein anfangen! :) Und wenn sie sich dort erstmal eingearbeitet hat, ergeben sich ja vielleicht doch andere Möglichkeiten. Allerdings könnte Dylans Temperament ihr da wirklich einen Strich durch die Rechnung machen... :D Freue mich schon auf die Fortsetzung! :lalala:

LG, Boni
 

Phoenyx

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Ein neues Fitness Center hat in der Stadt eröffnet und Maddy und Evie haben beschlossen es gemeinsam zu besuchen.

Beide Frauen sind in ihren Gedanken weit weg als sie sich warm laufen. Auch wenn es Maddy sich selbst strikt verboten hat, kann sie nicht anders, als über Drew nachzudenken. Ihr Blut kocht regelrecht, als sie an den Abend in der Bar zurück denkt. Aber warum? Weil Drew eigentlich auf ihre Schwester scharf ist? Oder weil Drew die Abfuhr nicht hinnehmen kann, und fast täglich bei ihr an der Tür klopft – selbstverständlich macht Maddy diesem Arsch gar nicht erst auf.

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Nein! Dieser Abend mit Drew in der Rendezvous Lounge hat ihr mal wieder vor Augen geführt, dass Maddy in ihrem eigenen Leben nur die Nebenrolle spielt. Ja, schon seit der Geburt! Selbst diesen Tag musste sie sich mit ihrem Bruder teilen. Ja, schon immer war sie eine einfache Mitläuferin, die immer nur mit dabei – aber niemals mitten im Leben ist. Und Maddy hasst dieses Gefühl. Dieses Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit legt sich wie ein schwerer Schatten um sie und scheint sie langsam zu erdrücken, bis sie keine Luft mehr bekommt.

Evie beschäftigen derweil andere Gedanken.
„Was meinst du? Wie war Glenda damals so?“, reißt Evie ihre Schwester aus den Gedanken.
„Hä?“
„Hast du schon mal die Sitcom gesehen, in der sie mitgespielt hat?“, bohrt Evie weiter und bemerkt gar nicht, dass Maddy mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist.
„Von wem?“
„Na, von Glendaaaaa!!!“
„Achso! Ehm, nein … ich weiß noch nicht einmal wie die hieß oder wann die Serie lief. Frag doch Glenda! Die erzählt mit Sicherheit gerne von ihrer blühenden Vergangenheit“, antwortet Maddy schließlich mit leicht säuerlichen Stimme.

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„Wieso interessiert dich das überhaupt? Ich dachte, du kannst sie nicht leiden. Sie hakt ja schließlich ständig auf jedem herum!“

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Daraufhin muss Evie lachen: „Nein und ja. Nein, merkwürdigerweise mag ich sie irgendwie recht gerne - ja, auch wenn sie auf jeden herum hakt. Sie ist eine ganz schöne Meckerziege und von Political Correctness oder Feingefühl hat sie anscheinend noch nie gehört – doch sie hat ihr Herz am rechten Fleck. Aber ist dir schon einmal aufgefallen, dass sie gerne in unsere Leben herumstochert und sich einmischt – sich selbst lässt sie sich jedoch von niemanden in die Karten schauen! Das wirft doch die Frage auf, warum nicht?“, rätselt Evie munter vor sich hin.

„Tja“, knurrt Maddy schon fast, als sie beim Laufen ihre Arme dehnt „Nicht jeder mag es, wenn sein Leben von Schaulustigen begafft wird! Warum sollte man auch alles mit anderen Menschen teilen?“
Evie seufzt laut: „Ich hab vergessen, mit wem ich rede, Maddy alias Die Verschwiegene. Übrigens sagt ja keiner, dass man alles mit anderen teilen muss …“ Evie atmet einmal tief durch. Ihr ist klar, dass sie nun gefährliches Territorium betritt – kann sie es schaffen, ihre Schwester einmal (und sei es auch nur für einen kleinen Moment) aus ihrer Einsiedelei herauszulocken?

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„ … na ja, ich finde schon, dass man die Menschen, die man liebt, die einem etwas bedeuten schon an seinem Leben teilhaben lassen sollte – anstatt sie auszuschließen. Maddy … du könntest schon ein wenig offener sein. Zumindest zu uns. Wir sind deine Familie!“
Maddy wechselt den Arm und dehnt ihn so weit, bis ihre Muskeln schmerzen. „Und wofür? Damit mir jeder schlechte Ratschläge geben kann und mir vorschreibt, was ich zu tun habe? Und überhaupt! Warum erzählst du Nate, dem Menschen, der dir am nächsten steht, nicht, dass du keine Kinder haben willst – niemals!“


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Evie ist empört, doch sie kommt nicht dazu darauf etwas zu erwidern. „Oh *******!“, japst Maddy, als sie sich umdreht – und hinter sich im angrenzenden Boxraum Drew entdeckt!
Drew! Ausgerechnet! Gibt es hier etwa überhaupt keine Möglichkeit ihm aus dem Weg zu gehen?! Verdammt!!!
Evie reckt neugierig geworden ihren Kopf nach hinten. „Wer ist das?“, fragt sie neugierig.
Maddy beißt die Zähne aufeinander und schweigt.
Doch Evie lässt sich nicht so einfach abwimmeln: „Übrigens: Das hab ich dir im Vertrauen erzählt – und das war noch in der Uni damals. Klar, hab ich immer noch Panik davor, Mutter zu sein und so viel Verantwortung für ein schutzloses kleines Ding zu übernehmen – aber so ist das nun einmal im Leben: Niemals ist man sich einer Sache sicher und sehr oft gerät man ins Zweifeln. Aber dafür sind andere Menschen da!“ Nun lächelt sie ihrer Schwester aufmunternd zu.

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„Komm, erzähl schon. Wer ist das? Und warum hoffst du, dass er dich nicht sieht?“
„Hä? Ich weiß nicht, wovon du sprichst“, murmelt Maddy immer noch zähneknirschend.
Evie lacht: „Wenn du meinst …“ Evie dreht sich noch einmal um, um den Kerl am Boxsack genauer zu mustern. „Eigentlich ganz süß!“
Maddy schweigt immer noch beharrlich.
„Und am Boxsack steht er auch nicht zum ersten Mal.“ Aber auch diese Aussage kann die schüchterne Maddy nicht dazu locken, sich noch einmal umzudrehen. Eisern starrt sie nach vorne, während sie unbeirrt auf dem Laufband einen Schritt nach dem anderen macht.
„Ich wollte schon immer mal boxen. Was meinst du, wenn wir hingehen und ihn lieb fragen, gibt er uns dann eine kleine Privatstunde?“

Ohne ein Wort zu sagen, schaltet Maddy das Laufband ab, steigt herunter … und geht.
„Maddy?“, fragt Evie verwirrt.

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Und nur einen Moment später bricht Evie in lautes Gelächter aus: „Ach komm, Schwesterherz. Mensch, ich hab doch nur einen Scherz gemacht!“
Doch Evie schlurft weiterhin stumm und trotzig davon. Evie seufzt tief. Warum baut Maddy so eine große Schutzmauer um sich? Evie und Maddy sind miteinander aufgewachsen, warum verhält sie sich dann, als seien sie zwei nur Fremde? Klar, sie hat sich schon immer mehr mit Dylan und Nate verstanden als mit Maddy, aber dennoch … was stimmt bloß mit ihrer Schwester nicht?
 
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Boni

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Oh super, es geht weiter! :lalala:

Dass Evie nun mehr über Glendas Vergangenheit herausfinden möchte, ich ja schon mal sehr vielversprechend! :D
Aber die arme Maddie! Sich im eigenen Leben als Nebendarsteller zu fühlen, das klingt wirklich furchtbar... :argh: Maddie ist ja wirklich hart mit sich selbst in ihrer Selbstkritik und Unzufriedenheit - hoffentlich kann sie das irgendwie in positive Veränderungen für sich umsetzen! Aber warum ist sie denn so verschlossen Evie gegenüber? Ich hoffe ja auch, dass es für sie und Drew noch weitergeht... :nick:

Liebe Grüße,
Boni
 
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Zimtstern77

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Irgendwie kann ich mir Glenda sehr gut als ehemaliger Serienstar vorstellen. Sie hat ja schon
etwas sehr Divahaftes an sich =)
Ich hoffe auch, dass Maddy mit sich selbst ins Reine kommt. Ich finde es schön, dass sie mehr aus sich herauskommt und mal ihre Meinung sagt. Allerdings haben sie und Evie sich ja eigentlich doch immer recht gut verstanden, oder? :confused: Zumindest als Kinder haben sie ja viel miteinander gespielt (wobei man ja auch sagen muss, dass Dylan um einiges älter und vom Charakter her auch jungenhafter war) und später ist Maddy ja ziemlich in den Hintergrund gerückt....Aber mittlerweile gefällt sie mir auch mehr als früher
und ich finde sie interessanter :up:
,,Niemals'' ist schon ein starkes Wort und ich denke/wünsche (? =) ) doch, dass Evie und Nate mal Kinder bekommen. Auch wenn es im Moment eher nach Stress bei den beiden aussieht, nachdem was Nate sich da geleistet hat...:rolleyes:
 
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Phoenyx

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Ja, so langsam wird es immer verzwickter =)

Leider komme ich durch meine Arbeit nicht mehr so schnell in meiner Doku voran und es entstehen teilweise ziemlich lange Pausen - dafür möchte ich mich an dieser Stelle einmal kurz entschuldigen.

Aber es wird weitergehen ... wie auch nicht. Meine Sims bieten mir so viel Potential und so viele Konflikte, die kann ich einfach nicht offen stehen lassen. Und ich freue mich auch schon direkt, wenn ich euch den nächsten Teil quasi druckfrisch präsentieren kann. =)

Wie heißt es doch noch gleich? Sag niemals nie - und ob Evie und Nate Kinder bekommen hängt tatsächlich ganz von meinen Sims ab und mein persönliches Gespür für den richtigen Moment ... ob der in naher Zukunft gekommen ist - wer weiß. =)
 
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julsfels

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So, jetzt bin ich auch endlich wieder auf dem aktuellen Stand. ;)

Die Hochzeitsbilder fand ich wunderschön, diese Abendstimmung ist echt toll, und ich finde auch, dass die Faben wunderbar zu einer romantischen Hochzeit passen. :love:

Von den Hochzeitskleidern finde ich übrigens das zweite am schönsten - allerdings nur, wenn man nur das reine Kleid berücksichtigt, für Evie finde ich das dritte, was sie letztlich auch getragen hat, tatsächlich am schönsten und passendsten.

Und Nate tut also mal etwas absolut Selbstsüchtiges. :D Ich leide ja jetzt schon Qualen, wenn ich mir vorstelle, was passiert, wenn Evie das rausfindet.
Und ich bin ziemlich sicher, dass sie das rausfinden wird, das bietet sich ja geradezu an für die Schaffung eines Konflikts. ;)
Trotzdem finde ich es gut, dass Nate auch mal was "Falsches" tut, obwohl natürlich diese Sache an sich völlig indiskutabel ist.
Aber Menschen machen nunmal Fehler, und Sims auch. ;)

Dass wir jetzt auch was über die St. Johns erfahren, finde ich super. Raphael ist ja eh so ein Schnuckel, und Rebecca ist auch eine Süße. Und Darlene... okay, da spare ich mir jede Bemerkung. :lol:
Aber über Seniora Sanchez musste ich sehr schmunzeln.
Jedenfalls freue ich mich darauf, wenn Raphael und Dylan bei dem Musikabend erneut aufeinanderprallen werden. :D
Wenn da mal nicht eine Romanze in der Luft liegt. :lalala:

Maddy tut mir einerseits leid - besonders diese Aussage von Glenda auf der Hochzeit, die sie mitanhören musste, war schon starker Tobak. Ich hab bei Maddy das Gefühl, sie steht irgendwie außerhalb dieses furchtbar lebendigen, quirligen Familienclans, gefangen in dem Bild, das alle von ihr haben, einschließlich ihr selbst. Um so schlimmer, weil es ihre Familie ist; Leute, die sie lieben.
Andererseits finde ich dieses trotzig-verstockte, selbst wenn es ihrer Unsicherheit geschuldet ist, auch etwas nervig und anstrengend. :lol:
Das kann ich nicht gut ab (vermutlich auch ein Grund, weshalb meine Protagonistin auch ziemlich weit vorne in Sachen Trotzigkeit dabei ist :D).
Dennoch bin ich für Maddy noch guter Dinge und hoffe, dass sich Glendas "Weissagung" nicht bestätigt. ;)
Dazu sollte sie Drew aber mal eine Chance geben und ihn wenigstens mal anhören, damit er ihr erklären kann, dass es durchaus Männer gibt, die an ihr Interesse haben und nicht an ihrer Schwester. :lol:
Und bitte, lass Dir jetzt ja nicht einfallen, dass Maddy mit ihrer Vermutung auch noch recht hat. :D

Liebe Grüße!
 
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