Story Die Geschichte von Cassy Jones

#debug

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Na, die traut sich ja was!
Cassy weiß doch von Joaquin, wie Jaques so drauf ist. Und dann legt sie sich gleich am ersten Tag schon im Bikini auf die Terrasse? Damit provoziert sie ihn ja regelrecht.
Das habe ich auch gedacht. 😆 Aber was muss er sich auch einfach so unheimlich da hin setzen zu ihr....brrr😳

@Annarya wo hast du denn die tollen CC Koffer her. Ich benötige solche auch fĂŒr meine Story und finde keine 😒.
 

Annarya

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Du musst auf den Pool klicken und "schwimmen mit" auswĂ€hlen. Dann kannst du den Hund auswĂ€hlen 😁 du kannst sogar einen Ball in den Pool werfen. Der Hund hĂŒpft dann rein und holt den Ball tatsĂ€chlich aus dem Wasser.
 
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Julchen77

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Beste Geschichte seit langem! Ich hab sie am Wochenende entdeckt und nachgelesen, wirklich ganz ganz toll schreibst du. Die sonst oft so links liegengelassenen Townies bekommen ein richtiges Leben von dir geschenkt! đŸ€—â€ïž Ich konnte gar nicht mehr aufhören mit lesen ... alles da, was man sich wĂŒnscht, Drama, Liebe, Verwirrungen und Irrungen - einfach nur klasse!
Du machst auch wunderbare Bilder dazu, man kann direkt mit den Charakteren mitfĂŒhlen, wenn sie aus ihrer Sichtweise berichten. :giggle:
Jaques ist ja eine richtige Hausnummer - aber so fiese Gestalten werten eine Geschichte erst richtig auf, finde ich.
Cassy ist echt mutig, sich in die "Höhle des Löwen" zu trauen, und ihr Herzblatt so weit weg, wenn es brenzlig wird :Rolleyes:... bin echt gespannt, was du weitererzÀhlst.
 
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Annarya

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@Julchen77 oh Wow, danke fĂŒr das tolle Kompliment. Damit hast du mir ein großes LĂ€cheln ins Gesicht gezaubert ❀❀ es freut mich riesig, dass dich die Geschichte so gefesselt hat, dass du alles nachgelesen hast 😍
 

Annarya

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Kapitel 28 / FrĂŒhling – Cassy

Seit meinem Einzug in Jaques Villa war eine Woche vergangen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie viele benutzte GlĂ€ser ich mit in mein Zimmer geschleppt hatte. Nie war der Fingerabdruck von Jaques sichtbar genug gewesen, um von der App erfolgreich ausgelesen werden zu können. Doch eines Morgens kam mir eine Idee. WĂ€hrend Jaques an diesem heißen Tag beim Joggen war, machte ich ihm einen eiskalten, frischen Smoothie und wartete an der HaustĂŒre auf seine RĂŒckkehr. Ich hoffte, dass seine verschwitzten HĂ€nde einen gut sichtbaren Abdruck auf dem Glas hinterlassen wĂŒrden. Dankend nahm er das GetrĂ€nk entgegen und trank es in einem Zug aus.

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Als er mir das leere Glas zurĂŒckgab, nahm ich es ihm ganz vorsichtig ab und rannte sofort nach oben in mein Zimmer, als Jaques ins Bad verschwand. Diesmal musste es einfach klappen. Ich scannte den Abdruck mit der App und tatsĂ€chlich wurde der Fingerabdruck endlich erkannt. Sofort bestellte ich im Internet eine FingerhĂŒlle mit dem ausgelesenen Abdruck. Als Lieferadresse gab ich die Postfiliale von Oasis an und laut der AuftragsbestĂ€tigung, sollte diese Bestellung in wenigen Tagen dort ankommen.

Bevor ich allerdings testen konnte, ob dies auch wirklich funktionierte, musste ich mir dringend einen Überblick vom BĂŒro verschaffen. Ich wusste bis jetzt nicht, was hinter der TĂŒre auf mich wartete. Möglicherweise war der Raum zusĂ€tzlich mit einer Alarmanlage oder sonstigem gesichert.

WĂ€hrend Jaques an den ersten Tagen mir gegenĂŒber noch relativ zurĂŒckhaltend gewesen war, wurde er mittlerweile langsam immer aufdringlicher. Ich merkte schnell, dass dies so eine Art Machtspiel fĂŒr ihn war und beschloss, nach seinen Regeln zu spielen. Obwohl ich mich zutiefst dafĂŒr schĂ€mte, gab ich ihm permanent das GefĂŒhl, dass mir seine Anspielungen gefallen wĂŒrden.

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Mit seinem Rottweiler Gunner erkundete ich unter Tags hĂ€ufig die Gegend. Allerdings gab es in der WĂŒste tatsĂ€chlich nicht viel und mir war es ein RĂ€tsel, wieso man hier leben wollte. Jaques Hund wurde mir gegenĂŒber dadurch immer zutraulicher und ich mochte ihn wirklich sehr. Ich war der Meinung, dass Jaques so ein tolles Tier gar nicht verdient hatte. Man sah Gunner an, dass er Angst vor seinem Herrchen hatte und ihm nur aus diesem Grund gehorchte. Ich möchte nicht wissen, mit welchen Methoden er ihn erzogen hatte.

An diesem Nachmittag beendete ich meine Arbeiten und ging nach oben. Ich wollte in mein Zimmer und mich umziehen, als ich sah, dass die BĂŒrotĂŒre von Jaques nur angelehnt war. Er hatte mir deutlich gemacht, dass ich diesen Raum nicht zu betreten hatte, doch irgendwie musste ich herausfinden, was sich hinter dieser TĂŒre befand. Also fasste ich all meinen Mut zusammen und lief in sein BĂŒro. Jaques saß hinter seinem Rechner und schaute mich ĂŒberrascht an.

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Mit Erleichterung stellte ich fest, dass er keinen Laptop hatte, denn sonst hĂ€tte ich gleich nach Hause gehen können. „Cassy, was willst du hier?“ fragte er und an seiner Stimme konnte ich hören, dass er sauer war. „Mr. Le Chien..ich..wollte Sie nur fragen..ob Sie etwas brauchen? Kann ich Ihnen vielleicht etwas zu Trinken bringen?“ Seine Augen wanderten nach rechts und als ich seinem Blick folgte, sah ich, dass neben ihm ein Tablett mit Wasserflaschen stand. So ein Mist. „Ich habe dir gesagt, dass du hier drinnen nichts verloren hast.“ sagte er deutlich. Der Zorn war ihm nun ins Gesicht geschrieben. Obwohl mich seine Haltung nervös machte, wollte ich noch etwas Zeit schinden. „Tut mir leid Mr. Le Chien..ich dachte..wenn Sie da sind..wĂ€re es vielleicht okay..ich war einfach neugierig darauf, wie es hier drinnen aussieht.. Ihr BĂŒro ist wirklich sehr schön..“ Verstohlen sah ich mich um. Nun stand er auf und ging auf mich zu.

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„Raus hier! Jetzt sofort!“ Er packte mich grob am Arm und schob mich vor die TĂŒre. Beim Herausgehen konnte ich noch sehen, dass im Eck eine Kamera hing. „Noch einmal wenn du ungefragt hier rein kommst, dann kannst du deine Sachen packen und verschwinden! Hast du das verstanden?!“ Er schaute mir bedrohlich in die Augen. „Ja..es tut mir leid..“ sagte ich verlegen. Er schlug die BĂŒrotĂŒre zu und ich atmete erleichtert aus. Dieser Kerl machte mir echt Angst. Abgesehen von der VideoĂŒberwachung, konnte ich keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen entdecken. Eine Kamera zu Hacken war fĂŒr mich keine besondere Herausforderung, aus diesem Grund machte mir das kaum Sorgen. Eher hatte ich Angst, in der kurzen Zeit etwas ĂŒbersehen zu haben.

Ich ging in mein Zimmer und ĂŒberlegte fieberhaft. Ich hatte Jaques Fingerabdruck, bei dem ich nicht sicher war, ob er wirklich funktionierte. Außerdem wusste ich jetzt, dass er sein BĂŒro zusĂ€tzlich ĂŒber eine Kamera ĂŒberwachen ließ. Mein nĂ€chster Schritt wĂ€re also, diese zu hacken und meinen Keylogger am Rechner anzubringen, sofern die FingerhĂŒlle tatsĂ€chlich funktionierte. Doch was machte ich danach? Jaques war seit meinem Einzug tĂ€glich im Home-Office und verließ das Haus bisher nur fĂŒr seine morgendliche Joggingrunde. Die Zeit, in der er beim Joggen war, wĂŒrde niemals reichen, um Aarons Spyware zu installieren.

Gegen Abend bereitete ich das Abendessen fĂŒr uns beide vor. Dabei gab ich mir besonders MĂŒhe, denn ich wollte ihm das GefĂŒhl vermitteln, dass ich meinen Fehler, ungefragt in sein BĂŒro zu kommen, bereute.

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Als wir wenig spĂ€ter am Tisch saßen, um gemeinsam zu essen sagte ich schließlich: „Mr. Le Chien..es tut mir wirklich leid..ich habe das GefĂŒhl, dass ich Ihr Vertrauen heute missbraucht habe..Mein Verhalten war sehr respektlos und das wird nicht wieder vorkommen.“ Er unterbrach sein Essen und schaute mich an. Er sah irgendwie immer noch wĂŒtend aus.

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„Ich wollte Sie nicht verĂ€rgern und hoffe, dass ich es irgendwie wieder gut machen kann..“ fĂŒgte ich hinzu. Schließlich wurden seine GesichtszĂŒge weicher und ich spĂŒrte plötzlich seine Hand auf meinem Schenkel. „Ich bin mir sicher, dass du das kannst.“ sagte er und lĂ€chelte. Ich hielt die Luft an. Diese BerĂŒhrung war mir sehr unangenehm, doch ich zwang mir ein LĂ€cheln ab. „Aber alles zur rechten Zeit..“ sagte er schließlich und widmete sich wieder seinem Essen. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen, denn mir war ganz klar, was er damit gemeint hatte.
 
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Da hat sie sich ja wieder was eingebrockt. Manchmal geht sie echt mit dem Kopf durch die Wand, oder? Cassy kann froh sein, dass Joaquin nichts davon mitbekommt. Aber wenigstens kommt sie mit dem Hund gut klar. Ist immerhin ein Freund, den sie im Haus hat. Ob der ihr im Notfall auch helfen wĂŒrde, wenn Jaques handgreiflich wird? Oder hat er dazu zu viel Angst vor ihm? Hmm...
 
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Julchen77

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Man kriegt es aber wirklich mit der Angst zu tun, wenn Jaques diesen bösen Blick aufsetzt - nimm dich in Acht, Cassy. 😩 Sie wagt sich immer weiter vor - ob es wirklich nur diese eine Kamera da im BĂŒro gibt, bezweifle ich fast. So "einfach" wird es Jaques ihr nicht machen.
...dass ich es irgendwie wieder gut machen kann..“
DAS hĂ€tte sie so vielleicht nicht sagen sollen ...😬
 
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seebee

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"Brauchen sie etwas? Was zu Trinken?" ... Oje Cassy .... da fehlt eindeutig ein Kurs fĂŒr Gaunerei an der Uni oder so etwas. Da kann man ja nur hoffen, dass Jaques sie tatsĂ€chlich fĂŒr so unbedarft hĂ€lt. Man stĂŒrmt doch nur in das BĂŒro bei einem echten Notfall. Und der Kerl hat einen Hund, fĂŒr den er wahrscheinlich nicht gerade Herzblut lassen wĂŒrde. Perfekt fĂŒr ein "ich will schnell zum Tierarzt, darf ich?". Jaques wĂ€re wahrscheinlich sogar dankbar dafĂŒr, dass er ungestört weiterarbeiten kann.
(Sie sollte Gunner sowieso ein paar "nĂŒtzliche" Tricks beibringen)
 
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#debug

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Wenn Jaques so austickt, dann hat er wohl einiges zu verbergen! Klar er hat sie gewarnt, dass sie nicht in sein BĂŒro kommen soll, aber er war ja mit im Raum. Es scheint als habe er ein Aggressionsproblem :lol: Nein ernsthaft, Cassy muss vorsichtiger sein. Baahh und echt widerlich,mit seinen aufdringlichen AnnĂ€herungsversuchen.
 
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Annarya

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@Feuerphönix: Ja mit dem Kopf durch die Wand trifft es in dem Fall wohl ganz gut.. oder..wohl eher durch die TĂŒre =)
@Julchen77 : Ja Jaques ist mein fotogenster Sim. WĂ€hrend die anderen irgendwie immer so ein dĂŒmmliches Grinsen im Gesicht haben, macht er was er soll: böse schauen..permanent=) selbst wenn er glĂŒcklich ist, schaut er iwie böse
@Frau Zitrone: Das nÀchste Kapitel wird es zeigen ;)
@seebee: Ja vielleicht hÀtte ich sie vorher mal auf die Uni schicken sollen. Musste so lachen, als ich gesehen habe, dass man dort Gaunerei studieren kann =) wenn es sowas im echten Leben gÀbe hihi
@#debug: Oder er tickt so aus, weil sie eine seiner wenigen Regeln gebrochen hat? Eins ist sicher, ein Aggressionsproblem hat er definitiv.

So jetzt werfe ich auch gleich das nĂ€chste Kapitel rein. Ist leider ein wenig kĂŒrzer geraten, als ĂŒblich. Aber bei ZeitsprĂŒngen ist das halt immer so ne Sache :hallo:

Kapitel 29 / FrĂŒhling – Cassy

Mittlerweile waren weitere 2 Wochen vergangen. Ich hatte inzwischen die Kamera im BĂŒro gehackt und die FingerhĂŒlle mit Jaques Abdruck ausprobiert. Es hatte tatsĂ€chlich funktioniert, die BĂŒrotĂŒre damit zu öffnen. Die Kamera hingegen war doch schwieriger zu hacken als erwartet, da sie einen eingebauten Bewegungsmelder hatte. Doch ich konnte mir Hilfe in einem Hackerforum holen und habe es dadurch geschafft. WĂ€hrend Jaques wie jeden Morgen beim Joggen war, konnte ich meinen Keylogger, der alles aufzeichnete, was auf der Tastatur getippt wurde, anbringen. Mittlerweile kannte ich dadurch sogar sein Passwort, welches „K1nG1nTh3C4StL3“ lautete. Wie passend! Jeden Tag rechnete ich damit, dass er den Keylogger entdecken könnte und war dadurch stĂ€ndig angespannt, doch bisher hatte Jaques scheinbar nichts bemerkt. Leider gab es nach wie vor das Problem, dass er tĂ€glich von zu Hause aus arbeitete und ich somit nie genug Zeit hatte, die Software von Aaron zu installieren.

Weiterhin hatte ich das Problem, dass Jaques von Tag zu Tag immer noch aufdringlicher wurde. WĂ€hrend er mir Anfangs einfach oft viel zu Nahe gekommen war oder sexistische SprĂŒche gemacht hatte, wurde er mittlerweile immer hemmungsloser. Er roch an meinen Haaren, spielte mit dem TrĂ€ger meines Tops herum, oder strich mir mit dem HandrĂŒcken ĂŒber die SchulterblĂ€tter. Jedes mal, wenn Jaques mich berĂŒhrte, driftete ich mit den Gedanken weit ab, um der Situation zumindest gedanklich zu entkommen. Ich konnte von GlĂŒck reden, dass er sich damit noch zufrieden gab. Ich war mir sicher, dass dieser Mann sich nicht mehr lange beherrschen konnte.

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Als ich an diesem Abend wieder weinend vor meinem Bett saß und von Gunner getröstet wurde, beschloss ich, meine Sachen zu packen und nach Hause zu gehen.

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Morgen frĂŒh, wĂ€hrend Jaques beim Joggen war, wĂŒrde ich abhauen. Meine Angst vor diesem Mann war mittlerweile grĂ¶ĂŸer, als der Ehrgeiz, meinen Plan durchzuziehen. Außerdem hatte ich die Hoffnung aufgegeben, dass er mich hier jemals aus den Augen lassen wĂŒrde. Ich hatte gedacht, dass ein GeschĂ€ftsmann wie er stĂ€ndig unterwegs war, doch Jaques arbeitete nur von zu Hause aus. Als ich gerade dabei war, Joaquin diese Nachricht zu ĂŒbermitteln, klopfte es plötzlich an meiner TĂŒre.

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Eine Panik ĂŒberkam mich. War das Jaques? Was wollte er? Bisher hatte er mich Abends nie gestört. Ich schaute mich im Zimmer um und suchte nach einem Gegenstand, mit dem ich mich notfalls verteidigen konnte, doch wurde leider nicht fĂŒndig. Als er erneut klopfte, öffnete ich mit einem Herzrasen schließlich die TĂŒre. „Mr. Le Chien..brauchen Sie etwas?“ fragte ich unsicher. Er trat in mein Zimmer und sagte: „Cassy, entschuldige die Störung. Ich wollte dir nur Bescheid geben, dass ich morgen geschĂ€ftlich nach San Myshuno reisen werde. Ich werde voraussichtlich erst ĂŒbermorgen Mittag wieder zurĂŒck sein. Du musst also kein FrĂŒhstĂŒck vorbereiten und mit dem Abendessen nicht auf mich warten.“ „Okay..danke fĂŒr die Info..“ antwortete ich möglichst gelassen. Er musterte mich noch einmal eindringlich, bevor er wieder verschwand.

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Erleichtert atmete ich die angehaltene Luft aus. Erst jetzt realisierte ich, was er da eben zu mir gesagt hatte. Konnte das wirklich sein? WĂŒrde er nach drei langen Wochen endlich mal das Haus verlassen? Ich löschte die vorher getippte Nachricht an Joaquin und informierte ihn ĂŒber diese Neuigkeit.

„Hey Joa..es gibt endlich gute Nachrichten. Dein Vater wird morgen frĂŒh geschĂ€ftlich verreisen. Das heißt, ich kann endlich die Spyware von Aaron installieren :-)“

„Okay..aber sei bloß vorsichtig! Bist du auch wirklich sicher, dass er nichts von deiner SchnĂŒffelei weiß?“

„Ich glaube nicht, dass er mich hier alleine lassen wĂŒrde, wenn er davon wĂŒsste. Mach dir keine Sorgen. Ich schaffe das schon. :-*“

„Und wirst du dann bald nach Hause kommen? Du sagtest ja, dass du von deinem Laptop aus Zugriff hast, wenn die Spyware installiert ist..Du fehlst mir nĂ€mlich sehr..“

„Bald..ein wenig Geduld brauchen wir noch..ich kann nicht sofort verschwinden..das wĂ€re zu auffĂ€llig. Dein Dad könnte Verdacht schöpfen..Du fehlst mir auch..Halte durch.. und iss hin und wieder was Gesundes :-)“

„Mein Burger hatte heute sogar zwei SalatblĂ€tter. ZĂ€hlt das auch? :-D“


Wir schrieben noch eine Weile miteinander. Auch wenn ich mich innerlich schon sehr auf ein Wiedersehen mit meinem Joaquin gefreut hatte, war scheinbar der Zeitpunkt zum Aufgeben doch noch nicht gekommen.


 
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Musste so lachen, als ich gesehen habe, dass man dort Gaunerei studieren kann =)
Das hat einer meiner Sims mal getan. Und trotzdem haben seine Professoren sich darĂŒber beschwert, dass er versucht hat zu schummeln. Bei dem Studiengang sollte das doch eher belohnt werden! :lol:

Aha! Und da ist er wieder, der Blaubart! Der hat doch garantiert noch mehr Kameras und geht gar nicht wirklich weg, sondern sitzt in einem Hotel nebenan und beobachtet Cassy durch deine Überwachungsanlage oder so. Zutrauen wĂŒrde ich es ihm jedenfalls. Mehr noch. Ich erwarte von ihm, dass er sowas tut und sie hinterher mit den Videos erpresst! Der ist doch nicht wirklich so doof zu verreisen und sie alleine im Haus zu lassen, oder? Wenn er wirklich geschĂ€ftlich weg mĂŒsste, hĂ€tte er sie wahrscheinlich eher mitgenommen.
 

seebee

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Hmm. Cassy hat mal eben eine Sicherheitskamera gehacked (von der ich wegen Jaques Hintergrund ausgehen muss, dass es kein 08/15-Supermarkt-Billiglösung auf den gĂ€ngigen Internetlisten ist), einen Keylogger auf den Schleppi gezogen und scheitert dann an der Spyware? Was fĂŒr einen Blödsinn hat Aaron ihr denn da zusammengeschrieben. Das sollte eigentlich eine Sache von wenigen Minuten sein. Der Zugang zum Rechner ist normalerweise die HĂŒrde. Aber den hat Cassy ja sogar physikalisch ... samt Password. Der Traum eines jeden ... Ă€hm .... freiberuflich neugierigen Sicherheitsenthusiasten.
Jep jep, ich bleibe dabei ... die Kleine braucht DRINGEND ein Gastseminar Gaunerei. Und vielleicht sollte sie Aaron mitnehmen. Kommen sich die zwei gleich wieder nĂ€her bei "Grundlagen von Betriebssytemen - einmal durch die HintertĂŒr".
Es ist ĂŒbrigens weniger das Schummeln, das dabei verboten ist. Das ist sogar ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht. Aber natĂŒrlich intelligent. Sich dabei erwischen lassen ist halt, wie die PrĂŒfung nicht schaffen. Also genau genommen ist das ja die PrĂŒfung. Eine kleine, kleptomanische Sim von mir mit gemeinen Tendenzen (war echt ne tolle Kombi, was habe ich "gejubelt") hat das sehr frĂŒh herausgefunden.
 

Annarya

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Kapitel 30 / FrĂŒhling - Marcus

An diesem Freitagabend machte ich mich auf den Weg in meinen Nachtclub. Ich musste noch einiges vorbereiten, bevor die Party losging. Der Club lief hervorragend und war in San Myshuno und drum herum schon in aller Munde.

Bereits wenige Stunden nach der Öffnung war der Laden wieder voll und die Stimmung gut. WĂ€hrend ich an der Bar saß, nahm ich aus dem Augenwinkel wahr, wie neben mir ein Mann mittleren Alters Platz nahm. „Guten Abend. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie der Inhaber dieser... Disco sind.“ Ich blickte in das Gesicht des Mannes und erkannte sofort, dass es sich um Jaques Le Chien handelte. Was wollte der denn hier? ZunĂ€chst war ich erleichtert darĂŒber, dass Joaquin heute Abend hier nicht auflegte. Seit Cassy in Oasis war, hatte er sich sehr zurĂŒckgezogen. Danach dachte ich an Cassy. War irgendwas dort schiefgelaufen? Ich hatte beinahe jeden Tag Kontakt zu ihr und wusste ĂŒber alles Bescheid. Hatte er sie vielleicht erwischt? Aber wieso sollte er dann hier aufkreuzen? „Guten Abend, ja der bin ich. Was kann ich fĂŒr Sie tun?“ fragte ich schließlich.

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„Ich bin Jaques Le Chien, von Le Chien Immobilien. Ich denke mein Name ist Ihnen gelĂ€ufig.“ antwortete er von oben herab. „Marcus Flex... und ja..ich weiß wer Sie sind.“ antwortete ich geduldig. Jaques schaute sich um und sagte schließlich: „Ich bin hier, um Ihnen ein Angebot zu unterbreiten.“ Er lĂ€chelte mich charmant an. Als ich schwieg fuhr er fort: „Ich möchte mit meinem Unternehmen hier in San Myshuno Fuß fassen. Sie wissen bestimmt, dass ich alte GebĂ€ude aufkaufe und diese zu Wohnraum umbauen lasse. Hier in der Großstadt besteht ein akuter Wohnungsmangel und ich möchte dem als sozial engagierter GeschĂ€ftsmann entgegenwirken. Denken Sie nicht, dass sich dieses GebĂ€ude hier wunderbar dafĂŒr eignen wĂŒrde?“ „Ich verkaufe nicht.“ sagte ich knapp. Jaques lĂ€chelte weiterhin arrogant und fuhr fort: „Nicht so voreilig. Ich habe ihnen ein wirklich sehr gutes Angebot mitgebracht.“ „Nein, das ist nicht nötig. Ich verkaufe nicht.“ sagte ich nun bestimmter. Nun wich das freundliche LĂ€cheln langsam aus seinem Gesicht.

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„Sie sollten es sich lieber ansehen, denn ein Besseres bekommen Sie fĂŒr diesen Schuppen hier nicht.“ Nun wurde auch ich sauer: „Ich brauche auch kein besseres Angebot, denn dieser Schuppen, wie Sie es nennen, ist nicht verkĂ€uflich!“ Jaques GesichtszĂŒge Ă€nderten sich wieder zu einem ĂŒberheblichen LĂ€cheln und er redete weiter: „Genau genommen, gehört Ihnen das GebĂ€ude noch gar nicht, sondern der Bank, richtig?“ Dieser Mistkerl machte mich langsam verdammt wĂŒtend: „Ich wĂŒsste nicht, was Sie meine Finanzen angehen.“ Jaques stand auf und sagte: „Wissen Sie Herr Flex, was der Unterschied zwischen uns beiden ist? Ich kann mir die Dinge leisten, die ich haben möchte. Sie sollten sich mit einem GeschĂ€ftsmann meines Standes besser nicht anlegen.“ Ich ging auf ihn zu und packte ihn am Revers seines Anzuges: „Wollen Sie mir etwa drohen?“ Er schien davon nicht beeindruckt und antwortete: „Nicht doch. Sie wollen hier doch nicht vor Ihren Kunden einen Ă€lteren Herren schlagen. Was wĂŒrde das nur fĂŒr ein Licht auf Sie werfen?“ Ich schubste ihn weg von mir und brĂŒllte: „Verschwinden Sie! SOFORT!“

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Er hob beschwichtigend die HĂ€nde und sagte „Schon gut. Sie hören noch von mir. Haben Sie noch eine schöne Feier.“ Er rĂŒckte seine teure Anzugjacke zurecht und verließ meinen Club. Mein Herz raste bis zum Hals und ich bestellte mir erst mal einen Drink zur Beruhigung. „Bitte einen Doppelten“ sagte ich zu meiner Barkeeperin Izzy. Sie blickte mich besorgt an: „Kommt sofort. Ist alles in Ordnung Marcus? Wer war das denn?“

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Sie reichte mir mein GetrĂ€nk und ich zog es auf Ex weg. „Ja, alles Bestens.“ log ich und ging nicht weiter auf ihre Frage ein. Sie gab sich mit meiner Antwort allerdings nicht zufrieden und hackte weiter nach. „Jetzt komm, sag schon. Ich arbeite jetzt schon eine ganze Weile fĂŒr dich und weiß, wenn du mies gelaunt bist.“ Izzy war die gute Seele meines Clubs. Sie hatte kĂŒrzlich ihr Kunststudium in Britechester begonnen und arbeitete nebenher am Wochenende als Barkeeperin bei mir. Sie war mit Abstand die fleißigste Mitarbeiterin und wusste genau, wie sie gerade die mĂ€nnliche Kundschaft um den Finger wickeln konnte. Sie lĂ€chelte mich mit ihrer niedlichen ZahnlĂŒcke an und schaffte es dadurch auch immer wieder, mich um den Finger zu wickeln.

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Da sie sowieso nicht locker lassen wĂŒrde, erzĂ€hlte ich ihr von der Begegnung mit Jaques und sie schaute mich mitfĂŒhlend an. Sie legte ihre Hand auf meine und sagte: „Was fĂŒr ein Arsch. Aber der wird dir das hier doch nicht einfach nicht wegnehmen können, oder?“ „Ich weiß es nicht..“ antwortete ich ehrlich. Ich ging nach oben um in Ruhe mit Cassy telefonieren zu können. Sie sollte unbedingt davon erfahren.

 
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Uff....das war wahrscheinlich keine gute Idee von Marcus, handgreiflich zu werden. Mit jemandem wie Jaques legt man sich nicht an. Aber der hatte ja auch Nerven...altes GebÀude? Dabei ist der Nachtclub doch ganz neu, altes GebÀude hin oder her.
Trotzdem unerwartet fĂŒr mich, dass Jaques sich so weit von zuhause weg traut, wenn Cassy in seinem Haus herumgeistert.
Ahja und deine Izzy hat mich zum Grinsen gebracht. Ist die die lange verschollene Schwester von meiner Roxane oder gibt es irgendwie ein Klischee, dass Barkeeperinnen so aussehen mĂŒssen und mir war das bislang nur noch nicht bewusst? :lol:
 
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Annarya

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@Feuerphönix ja da musste ich auch ein wenig lachen, als ich deine Roxane gesehen habe 😁 ich habe noch nie in meinem Leben so eine Barkeeperin gesehen tatsĂ€chlich, aber irgendwie stelle ich sie mir trotzdem meistens so vor 😀 VolltĂ€towiert und rote Haare 😆
 
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Frau Zitrone

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aww.. erstmal vorweg.. Izzy find ich total niedlich.. wĂ€re die nix fĂŒr Marcus?

und ich hoffe doch dass Marcus jetzt keine Probleme bekommt.. Mann..dieser Jaques is ja wirklich so was von einem Vollarsch! sorry fĂŒr den Ausruck :lol:
 
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Cindy Sim

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Puuhhh, Cassy lebt ja ganz schön gefĂ€hrlich. Ob es Zufall war, dass Jaques sich gerade auf GeschĂ€ftsreise machte, als sie abhauen wollte? Oder hat er etwas gemerkt? Ich traue dem Typen absolut nicht und Cassy ist, denke ich, auch viel zu leichtglĂ€ubig. Andererseits kennt Jaques zumindest ihre HackerfĂ€higkeiten nicht. Er hat also keine Ahnung, dass sie den Fingerabdrucksensor und die Kamera ĂŒberwinden kann. Und ich frage mich außerdem, ob er im BĂŒro denn ĂŒberhaupt irgendetwas interessantes zurĂŒck gelassen hat - wenn er doch weiß, dass Cassy nun alleine im Haus ist.
Und was hat er mit Marcus' Club vor? Er weiß doch bestimmt, dass er der Freund seines Sohnes ist (und viellleicht sogar, dass Joa dort ab und zu auflegt?). Das macht mir alles ziemliche Sorgen.
 
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#debug

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Das kann ich mir vorstellen, dass Izzy die MĂ€nner, um den Finger wickelt aber warum Marcus eigentlich nicht ? Aber vielleicht ist es auch besser seine Mitarbeiterinnen in Ruhe zu lassen. :lol:
Jetzt hat Jaques es auch noch auf den Club abgesehen. Ich könnt mir vorstellen, dass Marcus schon öfter ein Angebot von irgendwelchen Kapitalisten bezĂŒglich seines Clubs bekommen hat, aber Jaques kramt da dann halt einfach mal seine Erpressungsmethoden aus. đŸ˜€
 
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seebee

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Ich gehe ebenfalls davon aus, das Jaques eine grĂŒndliche Hintergrundrecherche zu Marcus gemacht hat und bezĂŒglich seiner Verbindung zu seinem Sohn komplett im Bilde ist. Ich bin gespannt auf sein weiteres Vorgehen. Solange Marcus pĂŒnktlich die Raten an die Bank zahlt, kann der soziale Wohnungsbauer ja so ohne Weiteres nichts unternehmen. Sobald er Joa dort auflegen sieht, dĂŒrfte seine Motivation zur Not die "LĂŒcke im Kreditvertrag" selbst zu erschaffen jedoch enorm steigen.
Ich mag ihn ;)
 
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Julchen77

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Jetzt geht es auch noch Marcus an den Kragen ... das klingt nicht gut, wenn Jaques was haben will, kriegt er es meistens auch đŸ€š aber schon dreist, wie er Marcus da an der Bar indirekt bedroht (Jaques gefĂ€llt mir trotz allem mega!! 🙈 Der bringt echt Feuer in die Geschichte) ... die Barkeeperin ist wirklich eine SĂŒĂŸe.
Wenn ich Cassy wĂ€r, wĂŒrde ich in Jaques Haus und Gegenwart nur noch in Jogginghosen und Schlabberpullis rumlaufen 😇 - wobei ihn das wahrscheinlich aber auch nicht dran hindert, seine HĂ€nde bei sich zu lassen. Hoffentlich kann sie diese kurzfristige Chance gut nutzen! Aber ich denke, das wĂ€r zu leicht jetzt. :sneaky:
 
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Annarya

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@Cindy Sim das wirst du jetzt gleich im folgenden Kapitel erfahren :) Naja, fast alles davon zumindest.
@#debug: Ja Izzy ist toll, aber Marcus hat leider noch eine andere Herzensdame im Kopf, der Arme..
@seebee: Das werdet ihr auch sehr bald noch erfahren :)
@Julchen77 : Ja der Jaques ist ein cooler Charakter. Ich habe den sehr gerne geschrieben. Ohne den wÀre die Geschichte ja auch nur ne Love-Drama-Story =) Den Gedanken mit den Schlabberhosen hatte ich auch schon. Allerdings verfolgt sie ja doch ein klares Ziel bei Jaques. :)

Es geht dann auch mal wieder weiter, leider heute mit wieder weniger Bildern, aber mehr Text. :lol:

Kapitel 31 / FrĂŒhling - Cassy

Gleich nachdem Jaques das Haus fĂŒr seine GeschĂ€ftsreise nach San Myshuno heute FrĂŒh verlassen hatte, ging ich in sein BĂŒro und wĂ€hlte mich auf seinem Rechner ein, dessen Passwort ich dank des Keyloggers schon kannte.

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Als allererstes installierte ich die Spyware, die Aaron damals fĂŒr mich programmiert hatte, um auch von meinem Laptop aus vollen Zugriff zu haben. Durch die Kamera konnte er mich nicht sehen, da ich diese gehackt hatte und das Bild, bevor ich ins BĂŒro kam, auf Dauerschleife gesetzt hatte. Dennoch war ich sehr Ă€ngstlich und nervös. Ich rechnete jederzeit damit, dass Jaques plötzlich in der BĂŒrotĂŒre stand und mich auf frischer Tat ertappte. Was er wohl mit mir machen wĂŒrde, wenn er mich hier sehen könnte?

WĂ€hrend der Installation sah ich mich in dem Raum etwas um. Ich öffnete die Schubladen seines Schreibtisches und fand, unter einigen Dokumenten versteckt, ein sehr abgegriffenes Foto. Das Bild zeigte einen Mann mit einer hochschwangeren Frau. Die Beiden strahlten in die Kamera und wirkten sehr glĂŒcklich. Erst auf den zweiten Blick erkannte ich, dass der Mann Jaques war. Noch nie zuvor hatte ich ihn mit einem so offenen, ehrlichen und warmherzigen Lachen gesehen. Die Frau musste dann wohl Joaquins verstorbene Mutter sein.

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Als ich das Foto umdrehte, sah ich die Aufschrift „Jaques, ZoĂ© und Joaquin“ und wurde in meiner Vermutung bestĂ€tigt. Ich betrachtete das Foto nĂ€her und erkannte deutlich die Ähnlichkeiten zwischen ZoĂ© und ihrem Sohn. Sie war wirklich eine ausgesprochen schöne Frau gewesen. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass dieses Foto wohl eines der Letzten sein musste, welches es von Joaquins Mutter gab. Ich spĂŒrte, wie eine TrĂ€ne meine Wange herunterkullerte und wischte sie weg. Obwohl Jaques ein Arsch war, fĂŒhlte ich Mitleid, denn auch er war jemand, der einen geliebten Menschen verloren hatte. Ich fragte mich, ob der Tod von Joaquins Mutter ihn zu dem verbitterten Mann gemacht hatte, der er heute war? Ich holte mein Handy heraus und fotografierte das Bild ab. Mein Freund hatte mir erzĂ€hlt, dass Jaques ihm nie ein Foto seiner Mama gezeigt hatte. Er wĂŒrde sicher sehr gerne wissen, wie hĂŒbsch sie ausgesehen hatte. Ich legte das Foto zurĂŒck in die Schublade, in der sich sonst nichts Interessantes mehr befand.

Ich sah mich weiter um und fand schließlich einen Tresor in einem BĂŒcherregal, welcher ebenfalls mit einem Fingerabdrucksensor gesichert war. Ich stĂŒlpte die FingerhĂŒlle ĂŒber und öffnete diesen. Darin befand sich ein Stapel Bargeld, sowie Jaques Reisepass. Außerdem fand ich achtzehn ungeöffnete BriefumschlĂ€ge mit der hĂ€ndischen Aufschrift „FĂŒr meine ZoĂ©â€œ. Als mir bewusst wurde, was es mit diesen Briefen auf sich haben könnte, fĂŒhlte ich einen tiefen Stich in meinem Herzen. Ich setzte mich auf den Boden vor dem BĂŒcherregal und legte den Kopf in die HĂ€nde. „Was mache ich hier nur? Gehe ich hier gerade zu weit?“ sagte ich mit TrĂ€nen in den Augen zu mir Selber.

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Nach einer kurzen Pause hatte ich mich wieder gefangen und setzte mich schließlich an Jaques Rechner, auf dem die Spyware von Aaron mittlerweile fertig installiert war. Auch wenn Joaquins Vater frĂŒher vielleicht ein liebender Mensch gewesen war, hatte er kein Recht darauf, andere Familien zu zerstören oder seinen Sohn zu misshandeln. Und tatsĂ€chlich! Ich hatte nun Zugang zu seinem PC, ohne an seinem Schreibtisch sitzen zu mĂŒssen. „Danke Aaron..“ sagte ich und fĂŒhlte mich wieder etwas traurig. Seit seinen letzten Nachrichten vor einigen Wochen, hatte ich nichts mehr von ihm gehört.

Ich schaltete den Rechner von Jaques ab und verließ das Arbeitszimmer. In meinem Zimmer setzte ich mich sogleich an meinen Laptop und machte mich auf die Suche.

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ZunĂ€chst war ich etwas ĂŒberfordert, da ich nicht wirklich wusste, welches Programm nun die Buchhaltungssoftware der Firma war doch ich öffnete einfach eins nach dem anderen und wurde am Ende fĂŒndig. Ich durchforstete stundenlang die Datenbanken, doch fiel mir nichts VerdĂ€chtiges auf. Na klar, wieso sollte so was auch offensichtlich sein Cassy, dachte ich und verdrehte die Augen. Auch in seinem E-Mail Ordner fand ich keine auffĂ€lligen Nachrichten, die irgendwas ĂŒber seine Machenschaften verrieten. Was hast du nur zu verbergen, Jaques?

Ich wurde langsam sehr mĂŒde und das stĂ€ndige, angestrengte Starren auf den Bildschirm machte es nicht ertrĂ€glicher. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es sehr spĂ€t geworden war. Ich sollte unbedingt schlafen gehen, denn MĂŒdigkeit war beim Durchforsten von Datenbanken nicht sehr hilfreich. Ich informierte Joaquin per Nachricht ĂŒber den heutigen Tag und legte mich erschöpft aufs Bett.

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GefĂŒhlt hatte ich noch nicht lange geschlafen, als mein Handy laut klingelte und mich aus dem Schlaf riss. Es war Marcus, der mich anrief. Um diese Uhrzeit war er mit Sicherheit in seinem Club und hatte schon wieder ordentlich getrunken. „Hey..was gibt’s? Bist du betrunken?“ fragte ich grinsend und mĂŒde zugleich. Er informierte mich ĂŒber die heutige Begegnung mit Jaques. Ich konnte heraushören, dass Marcus verzweifelt war und Angst hatte. „Oh mein Gott..er.. macht es schon wieder..“ Seine ErzĂ€hlungen erinnerten mich sehr an meine Geschichte. Jaques hatte meinen Eltern ebenfalls ein Angebot gemacht, welches sie nicht annehmen wollten. Danach hat er ihnen immer wieder gedroht und am Ende ging unser Hof schließlich an ihn ĂŒber. „Ich weiß es ist schwierig, aber versuche, Ruhe zu bewahren. Ich kĂŒmmere mich darum..“ Nachdem ich ihn etwas beruhigen konnte, legten wir auf. Auch wenn diese Nachricht fĂŒr mich Ă€ußerst schockierend war, entschloss ich mich, noch ein paar Stunden zu schlafen. Ich musste bei dieser Sache absolut konzentriert bleiben und durfte mich keine Fehler erlauben. Schlaftrunken stellte ich mein Handy unterbewusst auf lautlos. Ein grober Fehler, wie sich bald herausstellen sollte.
 
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Gute Arbeit damit, selbst dem Bösewicht noch einen Funken Menschlichkeit zu geben. Sowas weiß ich immer sehr zu schĂ€tzen.
Allerdings finde ich es schade, dass wir das Foto nicht sehen können. Hast du nicht Lust, das nachzustellen und mal zu zeigen? Oder kommt das noch?
 
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Toll beschrieben! 👌 Ja, sowas ist mir auch beim Lesen der letzten Folgen durch den Kopf geschossen, dass Jaques selber vielleicht mal was ganz schlimmes erlebt hat. Ich wĂŒrde mir ja wĂŒnschen, dass am Ende alle zueinanderfinden, sich aussprechen, verzeihen und vertragen. Ich liebe eben Happy Ends ĂŒber alles andere! đŸ„°

Was wohl mit Zoe passiert ist? Tot scheint sie ja nicht zu sein, wenn er ihr evtl 18 Jahre lang jedes Jahr einen Brief geschrieben hat. Aber warum hat er die Briefe dann alle wieder ungeöffnet in seinem Safe? Wurden sie jedes Jahr wieder zurĂŒckgeschickt, weil sie nicht zugestellt werden konnten oder von ihr abgelehnt wurden?

Vielleicht behandelt Jaques seinen Sohn auch deshalb so distanziert und mies, weil er ihn zu sehr an Zoe erinnert. Sie hat ihn verletzt, also muss Joaquin, der ihr aus dem Gesicht geschnitten ist, dafĂŒr bĂŒĂŸen oder so.

Sehr mysteriös alles...

Der letzte Satz macht mir Angst! Wenn es ein Fehler war, das Handy auf lautlos zu haben, dann wird ja irgendwer versuchen, sie dringend anzurufen und sie bekommt es nicht mit. Ist jemand in Gefahr? Oder ist sie am Ende sogar selber in Gefahr?

Ich frag mich, wieso sie jetzt nicht direkt kĂŒndigt/abhaut, da sie ja jetzt erreicht hat, was sie wollte und die Spyware installiert hat. Je schneller sie aus der Gefahrenzone weg ist, desto besser!!

Ich brauch HEUTE die Fortsetzung!! 😅
 
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Cindy Sim

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Als mir bewusst wurde, was es mit diesen Briefen auf sich haben könnte, fĂŒhlte ich einen tiefen Stich in meinem Herzen. Ich setzte mich auf den Boden vor dem BĂŒcherregal und legte den Kopf in die HĂ€nde. „Was mache ich hier nur? Gehe ich hier gerade zu weit?“ sagte ich mit TrĂ€nen in den Augen zu mir Selber.

So manipulativ wie Jaques ist, frage ich mich ehrlich gesagt, ob er das nicht bewusst zurĂŒck gelassen hat. Zutrauen wĂŒrde ich ihm ja alles.

Seit seinen letzten Nachrichten vor einigen Wochen, hatte ich nichts mehr von ihm gehört.

Ich finde es etwas schade, dass Cassy so gar nicht versucht, Aaron zu kontaktieren. Selbst, wenn er auf ihre Nachrichten nicht reagiert - irgendeinen Anhaltspunkt muss sie doch haben, um nach ihm zu suchen, oder?

Ein grober Fehler, wie sich bald herausstellen sollte.

Oh nein, ein ganz böser Cliffhanger. Na, da hoffe ich mal, Cassy hat ihren Laptop zugeklappt und die TĂŒre zum BĂŒro wieder versperrt.
 
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@Feuerphönix ich hab mir das tatsĂ€chlich ĂŒberlegt mit dem Foto. Eigentlich war es nicht geplant,dieses zu zeigen aber gerne kann ich es nachstellen 🙂

@lost.in.the.sixties Joaquins Mama ist bei der Geburt gestorben. Das kam mal ganz am Anfang mal vor. Ich hatte tatsĂ€chlich den Gedanken, das im Kapitel nochmal zu wiederholen, da es möglicherweise in Vergessenheit geraten ist. Ich werde das spĂ€ter mal noch ergĂ€nzen. â˜ș

@Cindy Sim sie hat leider nur den Onlinekontakt zu Aaron und seit der letzten Nachricht war er nicht mehr Online gewesen. Sie weiß nicht mal wirklich, wo er lebt oder wie er mit Nachnamen heißt. 😔
 
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Joaquins Mama ist bei der Geburt gestorben. Das kam mal ganz am Anfang mal vor. Ich hatte tatsĂ€chlich den Gedanken, das im Kapitel nochmal zu wiederholen, da es möglicherweise in Vergessenheit geraten ist. Ich werde das spĂ€ter mal noch ergĂ€nzen. â˜ș

Das wusste ich noch, aber ich dachte aufgrund der neuentdeckten Briefe, dass Jaques vielleicht seinen Sohn angelogen hÀtte und ihm erzÀhlt hat, dass seine Mutter gestorben ist, weil er die Wahrheit nicht vertragen könnte, dass sie ihn verlassen hat oder was auch sonst mit ihr passiert ist.

Aber wenn du es hiermit nochmal bestÀtigst, dass sie wirklich damals gestorben ist, dann brauch ich da in diese Richtung nicht mehr rumzurÀtseln. :D
 
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Annarya

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@lost.in.the.sixties aahh okay, jetzt verstehe ich =) nein, also die ist definitiv nicht mehr am Leben, also dahingehend musst du nicht mehr grĂŒbeln. Ich wollte das mit den Briefen zunĂ€chst nicht auflösen, aber ich habe jetzt beschlossen, dass das in einem spĂ€teren Kapitel noch aufgelöst wird. Ich wollte mal sehen, ob jemand durchschaut, was diese bedeuten könnten. Aber ich glaube es ist fast zu schwer, ohne weitere Hinweise :)

Und auf Wunsch von @Feuerphönix habe ich nun das Foto gemacht, welches Cassy gefunden hat. :)
Danke Feuerphönix, fĂŒrs Bearbeiten. Jetzt sieht es nun auch tatsĂ€chlich auch schön alt aus :love:

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seebee

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Ich vermute mal, Zoe ist bei der Geburt gestorben und Jaques gibt Joa die Schuld daran.
Die Frage ist, wann genau die Briefe geschrieben worden sind. Jeden Tag einer wÀhrend Zoe noch im Krankenhaus war? Nach ihrem Tod als verzweifelter Versuch der Selbsttherapie? Das hÀtte dann ja nicht so gut funktioniert.
Vielleicht aber auch schon weit davor und aus "GrĂŒnden" nicht abgeschickt/abgegeben. Da fallen mir gleich mehrere Versionen ein.

Edit:
Und ich sehe gerade, daß Zoe bei der Geburt gestorben ist, wurde bereits erwĂ€hnt. Nu ja ... mieses GedĂ€chtnis.
Ist vielleicht auch nicht die beste Idee, ein Fotodrama zu lesen (und zu kommentieren), wĂ€hrend man eigentlich mit mehr oder weniger begabten Keyboardakrobaten auf großen Pixelhaufen eindrischt und regelmĂ€ĂŸig die Bodentextur auswendig lernt. Also vielleicht.
 
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Annarya

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Es geht weiter.. ich weiß nur nicht, ob der heutige Cliffhanger nicht noch schlimmer ist =) Eines ist sicher, Jaques hat bei den Fotos mal wieder alles gegeben.

Kapitel 32 / FrĂŒhling – Jaques

Den Plan in San Myshuno Fuß zu fassen, hatte ich schon seit lĂ€ngerem im Hinterkopf. Als ich dann auch noch mitbekommen hatte, dass mein Sohn in diesem Nachtclub auflegt, war mir klar, wo ich beginnen wĂŒrde. Joaquin sollte sich gefĂ€lligst auf sein Studium konzentrieren und den Familiennamen nicht in den Dreck ziehen, indem er besoffen hinter dem DJ Pult rumhampelt. Da es nach meinem Besuch gestern Abend bei diesem Flex, nur eine Frage der Zeit war, bis er einknicken wĂŒrde, beschloss ich diesen Triumph bereits heute Abend mit meiner HaushĂ€lterin gebĂŒhrlich zu feiern. Ich war mir sicher, dass nur noch ein paar GlĂ€ser guter Champagner nötig sein wĂŒrden, damit sich dieses schĂŒchterne Weib endlich ein Bett mit mir teilt. Ich hatte lange ĂŒberlegt, ob ich Cassy fĂŒr die GeschĂ€ftsreise in meinem Haus alleine lassen könnte, doch in der Zeit, in der sie bei mir arbeitete, hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sie wirklich nur ein naives, dummes und unsicheres MĂ€dchen ist, von der keine Gefahr ausgeht. Außerdem hatte ich mein BĂŒro ĂŒber die installierte Kamera stĂ€ndig im Blick.

Ich war gerade dabei ein Taxi anzuhalten um mich zum Flughafen bringen zu lassen, als mich ein Anruf vom Dekan der Windenburger UniversitÀt aus den Gedanken riss.

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„Dekan Strohmeyer, was kann ich fĂŒr Sie tun?“ „Hallo Mr. Le Chien. Gut, dass ich Sie erreiche..HĂ€tten Sie Zeit fĂŒr einen kurzfristigen Termin bei mir?“ Ich konnte an seiner Stimme hören, dass er nervös war. „Weswegen?“ fragte ich genervt. „Das sollten wir lieber persönlich besprechen.“ antwortete er. Ich blickte auf meine Armbanduhr. „Ich mache mich auf den Weg und bin in KĂŒrze bei Ihnen.“ sagte ich und legte auf.

Am Flughafen stieg ich in meinen Privatjet und wies den Piloten an, nach Windenburg zu fliegen. WĂ€hrend des Fluges dachte ich darĂŒber nach, was so dringend sein könnte, dass Strohmeyer sofort mit mir sprechen wollte. Eigentlich konnte es doch fast nur mit meinem missratenen Sohn zu tun haben.

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Als ich die UniversitĂ€t in Windenburg betrat, wartete Strohmeyer schon auf mich und bat mich in seinem BĂŒro Platz zu nehmen.

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Ich musterte ihn und sah, dass er sehr schwitzte. „Mr. Le Chien..gut..dass sie so schnell kommen konnten. Möchten Sie etwas zu trinken? Einen Kaffee oder..“ Weiter kam er nicht, denn ich unterbrach ihn barsch. „Was hat mein Sohn angestellt?

Anhang anzeigen 88661

Strohmeyer holte ein Taschentuch aus seiner Hosentasche und tupfte sich die schweißige Stirn ab. „Mr. Le Chien..es ist so..uns ist aufgefallen...also..wie soll ich anfangen.“ Jetzt wurde ich ungeduldig. „Was hat mein Sohn getan?“ Der Dekan schluckte hörbar und antwortete: „Wir haben vor kurzem festgestellt.. dass die Noten in der digitalen Akte ihres Sohnes nicht mehr aktualisiert wurden..“ „Und wo genau ist es mein Problem, dass ihre Systeme nicht funktionieren?“ fragte ich.

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„Nun ja... es.. passierte nur bei ihrem Sohn...“ erneut tupfte der Dekan sich seine Stirn ab. Widerlich, wie man nur so viel schwitzen konnte. „..aus diesem Grund habe ich mit den Professoren der einzelnen Kurse gesprochen, um herauszufinden wieso sie die Noten von Ihrem Sohn nicht mehr aktualisierten..“ Ich hasste nichts mehr, als wenn Menschen nicht auf den Punkt kamen. „Ja und weiter?“ „Weder die Professoren noch die anderen Studenten kennen ihren Sohn Mr. Le Chien“ „Was soll das heißen?“ fragte ich nun lauter. Der Dekan blickte mich voller Angst an.

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Wahrscheinlich wĂŒrde er sich gleich in die Hosen pissen. „Es..sieht so aus...als hĂ€tte ihr Sohn.. niemals hier studiert...Scheinbar hat er einen Weg gefunden... sich in die Uni-Server zu hacken und...naja..Sie wissen schon..“ Nun wurde ich ungehalten: „Wie zur Hölle kann so etwas passieren?! Wollen Sie mir sagen, sie haben nicht bemerkt, dass mein Sohn hier gar nicht studiert?!“ „Mr. Le Chien. Bitte..beruhigen Sie sich.. Hier muss ein Profi am Werk gewesen sein..“ Ich sprang auf und beugte mich ĂŒber den Schreibtisch. Mein Gesicht war nur noch wenige Zentimeter von dem meines GegenĂŒbers entfernt. „SIE WOLLEN MICH VERARSCHEN, ODER? Wissen sie eigentlich, wie viele Gelder von mir in dieser UniversitĂ€t stecken? Wie kann es sein, dass ein verfickter Hacker es schafft, in diese Systeme reinzukommen!“ Als ich ihn gerade am Kragen packen wollte, klopfte es an der TĂŒre. Eine kleinere, mittelalte Frau streckte ihren Kopf durch einen Spalt und fragte: „Dekan Strohmeyer, ist hier alles in Ordnung?“ „Ja.. es ist alles in Ordnung. Danke Meredith.“ Scheinbar gab sie sich mit dieser Antwort zufrieden und schloss die TĂŒre wieder. WuterfĂŒllt blickte ich ihm tief in die Augen. „Eines ist sicher Strohmeyer. Ihren Job hier können sie an den Nagel hĂ€ngen. DafĂŒr sorge ich höchstpersönlich.“ Er schluckte nur und war scheinbar nicht mehr in der Lage, zu antworten. Ohne ein weiteres Wort ging ich aus dem BĂŒro.

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Draußen angekommen stieg ich in ein Taxi und gab dem Fahrer die Adresse vom Windenburger Hafen. Es war wohl mal wieder Zeit, meinem Sohn einen Besuch abzustatten.
 
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Ach der arme Herr Dekan... :lol:
Ja, Jaques gibt echt mal wieder alles. Nur dass er Cassy unterschĂ€tzt ist ein großer Fehler. Andererseits passt es zu jemandem wie ihm, seine Mitmenschen zu unterschĂ€tzen.
 
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Julchen77

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Awww, das alte Foto ... sieh an, Jacques war also auch mal richtig glĂŒcklich - kaum zu glauben.
Die 18 Briefe - sehr mysteriös. Vielleicht wirklich einer fĂŒr jedes Lebensjahr, bis Joaquin 18 wurde?? :unsure: Cassy berĂŒhrt mich grade sehr, weil sie sogar in dieser unguten Situation, in der sie steckt, MitgefĂŒhl mit Jacques zeigt.
Der gibt bei der heutigen Folge wieder alles ... klasse Fotos wieder! (y) Der arme Dekan, der kann einem wirklich leid tun.
Oh, Jacques hat seine "HaushĂ€lterin" wohl doch unterschĂ€tzt, da hat Cassy ihre Rolle als naives Frauchen doch unbewusst gut gespielt. Aber ich hoffe doch, sie hat inzwischen die Koffer gepackt - denn wenn Jacques ihr jetzt mit so einer Laune gegenĂŒbertritt, mag man sich nicht ausmalen, was da passieren könnte ... 😳
 
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Cindy Sim

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Ich hatte lange ĂŒberlegt, ob ich Cassy fĂŒr die GeschĂ€ftsreise in meinem Haus alleine lassen könnte, doch in der Zeit, in der sie bei mir arbeitete, hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sie wirklich nur ein naives, dummes und unsicheres MĂ€dchen ist, von der keine Gefahr ausgeht. Außerdem hatte ich mein BĂŒro ĂŒber die installierte Kamera stĂ€ndig im Blick.

Puuhh, da ist mir ein Stein vom Herzen gerutscht. Zum GlĂŒck unterschĂ€tzt er Cassy gehörig. Ich hoffe, sie findet nun auch etwas auf seinem PC.

Es war wohl mal wieder Zeit, meinem Sohn einen Besuch abzustatten.

Oh uh. Naja, irgendwann musste es ja soweit kommen...Joa tut mir jetzt schon leid, das nimmt wohl kein gutes Ende. Wenn ich er wĂ€re, wĂŒrde ich mich aber auch langsam mal von seinem Vater abnabeln - er kann sich ja auch einen Job suchen, wie alle anderen Menschen auch. Besser, als in der Luxusbude seines Vaters zu sitzen und sich verprĂŒgeln zu lassen. Ein Gutes hat das Ganze zumindest: Nach Champagner mit der HaushĂ€lterin wird Jaques nun nicht mehr zumute sein.
 
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Annarya

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@Feuerphönix Ja der Dekan tut mir auch leid. Allein der Blick auf dem letzten Bild von ihm..oh man :eek: aber ich hab's beim Bilder machen total gefeiert. Denn das war tatsÀchlich Zufall.
@Julchen77: Ja da liegst du schon fast richtig mit den Briefen :) ich löse das aber spĂ€ter noch auf, bzw. deute es mehr an. Das habe ich glaub zu "oberflĂ€chlich" beschrieben. Ich muss sagen, dass ich an der Stelle mit dem Foto selbst TrĂ€nen in den Augen hatte, als ich das geschrieben habe. Auch beim Lesen berĂŒhrt mich dieser Part extrem.
@Cindy Sim Ja seine grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che: er unterschĂ€tzt alle, außer sich selbst. :)
@#debug: Sie mag zwar in mancherlei Hinsicht naiv sein, aber dumm ist sie gewiss nicht. Das Taxi habe ich noch schnell heruntergeladen. Ich fand das ganz passend fĂŒrs Bild :)

So geht es weiter..und spitzt sich leider immer mehr zu.

Kapitel 33 / FrĂŒhling - Joaquin

Ich war gerade mit Sergio am Film schauen, als es an der TĂŒr klingelte.

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Ich rĂ€tselte, wer das sein sein könnte. Vielleicht kam Cassy ja doch schon nach Hause? Ich pausierte den Film und ging zur TĂŒr. Als ich öffnete, stockte mein Atem. Ich sah in das wĂŒtende Gesicht meines Vaters und fĂŒhlte grenzenlose Panik in mir aufsteigen. Mein erster Gedanke galt Cassy. Hatte er sie erwischt? Hatte er ihr etwas angetan?

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Mein Vater drĂŒckte sich durch die TĂŒre und stĂŒrmte in mein Zimmer. Ich ging ihm hinterher und beobachtete, wie er nach meinem BaseballschlĂ€ger griff, der hinter der ZimmertĂŒre stand. “Dad..? Was hast du vor..?” fragte ich mit zitternder Stimme. Ohne ein Wort ging mein Vater zu meinem DJ-Pult und schlug wie vom Teufel besessen mit dem BaseballschlĂ€ger darauf ein. WĂ€hrend er darauf einschlug schrie er: “Du willst also lieber DJ werden!? Dann sieh zu, dass du dir diesen ganzen Mist selbst finanzierst! Ich habe dir alles ermöglicht und das ist dein Dank dafĂŒr?!” In diesem Moment wurde mir klar, dass mein Vater meine LĂŒge mit dem Studium durchschaut haben musste. Ich musste zusehen, wie er eines meiner grĂ¶ĂŸten HeiligtĂŒmer kaputt machte und danach die gemeinsamen Bilder von Cassy und mir von der Wand schlug. Der Anblick meines Vaters, wie er in meinem Zimmer tobte, traf einen tief in mir vergrabenen wunden Punkt und ich war plötzlich nicht mehr Herr ĂŒber meinen Körper. Ich sackte zusammen, legte mein Gesicht in die HĂ€nde und kauerte auf dem Boden meines Zimmers.

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In diesem Moment war ich nicht mehr der Erwachsene Joaquin, sondern wieder ein Kind. Ein wehrloses Kind, das panische Angst vor dem Wutanfall seines Vaters hatte und alles ĂŒber sich ergehen lassen musste. Er spie immernoch schlimme Wörter von sich, doch ich fĂŒhlte mich zu taub, um diese noch zu verstehen. Irgendwann spĂŒrte ich, wie sich zwei Arme unter meine Achseln schoben und mich aus dem Zimmer nach draußen ins Freie trugen.

Sergio


Ich wartete auf dem Sofa darauf, dass Joaquin von der TĂŒre zurĂŒckkommt, als ich laute GerĂ€usche im Haus wahrnahm. Es schepperte laut und ich fragte mich, was mein Kumpel wohl heruntergeworfen hatte. In der nĂ€chsten Sekunde hörte ich die Stimme von Joaquins Vater und sprang sofort auf. Ich ging durch den Flur in Joaquins Zimmer und sah, wie Jaques mit einem BaseballschlĂ€ger auf das DJ-Pult seines Sohnes einschlug. Erschrocken suchte ich nach Joaquin und fand ihn auf dem Boden kauernd vor. Ich musste ihn unbedingt aus dieser Situation rausholen. Jaques war so in seiner Wut, dass er mich gar nicht zu bemerken schien. Ich packte meinen Freund unter den Armen, trug ihn nach draußen und platzierte ihn auf eine nahegelegene Bank. “Joa, gehts dir gut? Hat er dir was getan?” fragte ich besorgt und suchte nach potentiellen Verletzungen. “Joa, hörst du mich?” Mein Freund reagierte nicht. Er wirkte wie in Trance. In diesem Moment kam Jaques aus dem Haus gestĂŒrmt und lief auf uns zu. Obwohl mir sein Anblick selber große Angst machte, stellte ich mich schĂŒtzend vor meinen Freund und schrie ihn an:

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“Lass ihn bloß in Ruhe!” Er wollte an mir vorbei zu Joaquin doch ich hielt ihn fest. Endlich zahlte sich das viele Training aus. Jaques stemmte sich zwar gegen mich, doch ich war ihm körperlich scheinbar ĂŒberlegen. “Du wusstest davon, richtig? Du hast ihn gedeckt!” Er schubste mich und schrie: “Wenn du mich nicht sofort zu meinem Sohn lĂ€sst, kannst du dir deinen Studienplatz in die Haare schmieren.” Doch ich hielt ihn immernoch zurĂŒck. “Du wirst ihn in Ruhe lassen, habe ich gesagt.” schrie ich. Jaques gab plötzlich nach und strich sich seinen Pullover glatt. Ich war zunĂ€chst irritiert, doch dann nahm ich war, dass eine Gruppe Jogger angehalten hatte und zu uns blickten. An seinen Sohn gewandt sagte Jaques: “Ich werde alles zerstören was du liebst. Dein DJ-Pult war nur der Anfang. Als NĂ€chstes ist deine kleine Schlampenfreundin dran.”

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Joaquins Vater drehte sich um und ging Richtung Hafen. Ich gab den Joggern zu verstehen, dass hier nun alles im Griff wĂ€re und sie zogen ab. “Joa..er ist weg.” Noch immer sagte mein Freund kein Wort. Seine Augen wirkten leer und er starrte einfach auf den Boden. Erst jetzt bemerkte ich, wie auch mein ganzer Körper zitterte. Ich setzte mich neben meinen Freund und legte meinen Kopf auf seine Schulter.

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Ich musste unbedingt Cassy anrufen und sie davor warnen, dass Jaques auf dem Heimweg war und sie schnellstmöglich von dort verschwinden sollte. Leider ging sie auch nach einigen Versuchen nicht an ihr Handy ran. “Komm schon, Cassy heb ab...VERDAMMT!” Verzweifelt setzte ich mich wieder neben Joaquin. Schließlich rief ich die Polizei von Oasis an, allerdings hatte ich nach dem GesprĂ€ch nur wenig Hoffnung, dass wirklich eine Streife zu Jaques Haus geschickt werden wĂŒrde.

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Puh....ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll bei dem Kapitel. Das trifft mich ziemlich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Joaquin sich fĂŒhlen muss.
Gut, dass Sergio ja eingegriffen hat. Schlecht, dass Cassy ihr Handy auf lautlos gestellt hat.
Langsam aber sicher spitzt die Lage sich zu.
 
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Annarya

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Du willst nicht wissen, wie ich vor dem Rechner saß, als ich das geschrieben habe. 😭
Sergio ist aufjedenfall mein kleiner Held in diesem Part. Er hat toll reagiert. ❀
 

Phantom

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oh man nu dreht Jaques vollkommen durch.
Man kann nur hoffen,das Cas schlaugenug ist und so schnell wie möglich verschwindet.Damit Jaques sie nicht noch erwischt.
 
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#debug

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Bin gespannt, was Cassy machen wird, wenn sie davon erfĂ€hrt. Wie ist Jaques eigentlich so geworden wie er ist? Schlechte Kindheit gehabt oder was? 😡Ich finde er beschmutzt seinen Namen selbst viel mehr als es sein Sohn je könnte. Super, dass Sergio, wenn 's drauf an kĂ€me es mit Jaques aufnehmen wĂŒrde.
 
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Annarya

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Kapitel 34 / FrĂŒhling – Cassy

Am nĂ€chsten Tag war ich seit dem frĂŒhen Morgen wieder am Durchsuchen der Datenbanken, doch leider war ich nach wie vor eher ratlos. Die Buchhaltung sah fĂŒr mich als Laien absolut sauber aus. Das Einzige das mir auffiel war, dass einige ZahlungsausgĂ€nge als „sonstige Investitionen“ ausgegeben waren, obwohl die anderen AusgĂ€nge alle sehr detailreich verbucht wurden. Anhand der Zahlungsdaten konnte ich sehen, dass diese Überweisungen vorwiegend an ReisebĂŒros und AutohĂ€user gingen. Die GeschĂ€ftsreisen, sowie FirmenwĂ€gen waren in der Datenbank aber ganz genau ausgewiesen. Wieso liefen vereinzelte Zahlungen also als „sonstige Investitionen“?

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Gegen spĂ€ten Vormittag wollte ich mir einen Kaffee holen, da meine Augen schon wieder mĂŒde wurden. Ich nahm mein Handy und ging nach unten in die KĂŒche. Als ich das Display einschaltete, rutschte mir mein Herz in die Hose. Ich hatte zig verpasste Anrufe von Sergio und Marcus.

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Als ich auf die Textnachrichten klickte, fĂŒhlte ich enorme Panik. Joaquin's LĂŒge mit dem Studium war aufgeflogen und Sergio schrieb, dass Jaques bereits auf dem Weg zurĂŒck nach Oasis war und ich sofort verschwinden mĂŒsse. „Verdammter Mist..“ Mit zittrigen Beinen rannte ich nach oben in mein Zimmer und stopfte meinen Laptop und meinen USB Stick in den Rucksack. Zum GlĂŒck hatte ich meinen Koffer vor Jaques GeschĂ€ftsreise schon gepackt. Ich rannte samt GepĂ€ck nach unten, riss die HaustĂŒre auf und lief direkt in die Arme von Jaques. „Na na, wo wollen wir denn jetzt so plötzlich hin?“ sagte er mit einem gefĂ€hrlichen Unterton. „Mr. Le Chien.. ich..“ Weiter kam ich nicht, denn er drĂ€ngte mich mit seinem Körper zurĂŒck ins Haus und drĂŒckte mich an die TĂŒre zur GĂ€stetoilette.

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Seine HĂ€nde waren rechts und links neben meinem Kopf und sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt. Ich fĂŒhlte mich wie gelĂ€hmt vor Angst. „Sag mir jetzt sofort, was du hier willst!“ sagte er wĂŒtend. Als ich nicht sofort antwortete schlug er mit der linken Faust gegen die TĂŒre und schrie „SPRICH!“ Ich zuckte zusammen und meine Augen fĂŒllten sich mit TrĂ€nen. „Ich...ich...wollte..nur..“ „Hör auf zu stottern, verdammt!“ „Ich wollte..nur...Geld fĂŒr mein Studium verdienen..“ „OH nein, das wolltest du nicht. Ich weiß ganz genau, wer du bist Cassy Jones. Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie deine armseligen Eltern mich angefleht und angebettelt hatten, sie den Hof behalten zu lassen! Also.. letzte Chance..was willst du hier?!“ Plötzlich hörte ich, wie Gunner um die Ecke kam und gefĂ€hrlich knurrte. „Gunner..“ sagte ich heiser. „Glaub nicht, dass dieser Drecksköter dir helfen wird. ICH bin sein Herr!“

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„Jaques..bitte“ In diesem Moment legte er eine Hand um meinen Hals und drĂŒckte zu. Er schrie außer sich vor Wut in Richtung Gunner: „Halt dein verdammtes Maul!“ Doch der Rottweiler hörte nicht auf zu knurren. Der Hund machte einen Satz auf sein Herrchen zu und biss sich an seinem Arm fest. Sofort lies Jaques von mir ab und lies einen schmerzerfĂŒllten Schrei los.

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Ich ergriff die Chance und rannte mit meinem Rucksack aus dem Haus. Den Koffer mit meiner Kleidung lies ich zurĂŒck. Wenige Meter entfernt sah ich einen Streifenwagen auf mich zufahren. Ich winkte panisch und brachte damit den Wagen zum stehen. Zwei Beamte stiegen aus und musterten mich. „Wir haben kĂŒrzlich einen Anruf erhalten, dass es hier zu einem tĂ€tlichen Auseinandersetzung kommen könnte. Wurden sie angegriffen?“ fragte der mĂ€nnliche Beamte. „Er..hat mich angegriffen..“ sagte ich mit erstickter Stimme und zeigte auf das Haus von Jaques. „Bitte warten Sie hier Ma'm. Wir klĂ€ren das.“ Ich beobachtete, wie Gunner aus dem Haus rannte und weglief. „Guter Junge..“ Ich konnte sehen, wie Jaques mit den Beamten an der HaustĂŒre diskutierte.

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Der mĂ€nnliche Beamte zĂŒckte sein Handy und schien einen Anruf zu tĂ€tigen. Nachdem er das Telefonat beendet hatte, verabschiedeten die beiden sich von Jaques und kamen auf mich zu. Ich konnte noch sehen, wie er mich boshaft anlĂ€chelte und ins Haus verschwand. Was zur...? „Miss Jones, wir rufen Ihnen jetzt ein Taxi und dann sehen Sie zu, dass Sie von hier verschwinden.“ sagte der Beamte harsch.

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„Was!? Wieso nehmen Sie ihn nicht fest? Er hat mich angegriffen verdammt.“ schrie ich verzweifelt. „Sie beruhigen sich jetzt besser, ansonsten bin ich gezwungen, SIE festzunehmen!“ „Ich verstehe nicht...“ „Sie können froh sein, dass Mr. Le Chien von einer Anzeige gegen Sie absieht.“ Ich verstand die Welt nicht mehr. Die Polizistin warf mir nur einen mitleidigen Blick zu. Mit wem hatte der Beamte telefoniert und wieso nahmen sie Jaques nicht fest? Was hatte er ihnen erzĂ€hlt?




 
Registriert
Juli 2006
Alter
30
Reiseunternehmen? Besitzt er am Ende doch ein Taxiunternehmen oder eine Fabrik fĂŒr persönliche Teleporter? :lol:
Aber Spaß beiseite, Jaques ist echt ein AngsteinflĂ¶ĂŸender Bösewicht. AngsteinflĂ¶ĂŸend und sehr unterhaltsam.
Und wie ich mir gedacht hab, hilft der gute Gunner eben doch Cassy und verteidigt sie. Ganz im Gegensatz zur Polizei...ob die einfach nur bestochen wurden? Oder hat Jaques denen erzÀhlt, Cassy hÀtte versucht bei ihm einzubrechen und ihren Hund auf ihn gehetzt oder so? Oder beides?
 
  • Danke
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